Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Chemnitz und seine Kirchen laden zum Friedenstag ein
02 März 2018
CHEMNITZ - Zum mittlerweile 17. Mal begehen die Bürgerinnen und Bürger von Chemnitz am 5. März ihren Friedenstag mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm unter Beteiligung der örtlichen Kirchen.
„Wir reden vom Frieden“
2002 erklärten Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger den Jahrestag der Bombardierung der Stadt (5. März 1945) zum Chemnitzer Friedenstag. In dem Aufruf vom 16. Januar 2002 stand:
„Wir halten die Zeit für gekommen, diesem Gedenktag einen Charakter zu verleihen, der das Abgleiten in inhaltslose Rituale verhindert und an dem zukünftig friedensstiftende kulturelle und politische Impulse für die Stadt und von der Stadt ausgehen werden... Lassen Sie uns aus dem 5. März einen Chemnitzer Friedenstag machen!“
Gedenken und Aktion auf dem Neumarkt
Die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag sowie viele weitere Engagierte haben ein umfangreiches Programm vorbereitet. So wird der Neumarkt am 5. März von 11:00 bis 21:00 Uhr zur Gedenk- und Aktionsfläche mit Ständen, Ausstellungen und Kunstprojekten, die für diesen Tag in Workshops und Schulen entstanden sind.
Friedenswege zur Kundgebung – Gottesdienst und Konzert
Um 17 :00 Uhr sind Menschen eingeladen, sich auf den Weg zu machen. Eine römisch-katholische, eine evangelisch-methodistische und zwei evangelisch-lutherische Kirchen sind die Ausgangspunkte für vier Friedenswege, die zum Neumarkt führen.
Die Friedenswege, die von verschiedenen Konfessionen zu einem Ziel führen, sollen den Willen zum Ausdruck bringen, „mit Bedächtigkeit und in Gedankenaustausch voranzukommen und auf diese Weise zu einem friedvollen Miteinander zu gelangen“. Am Friedenskreuz auf dem Neumarkt gibt es um 18:00 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto "Blumen aus Ruinen" – Trümmerfrauen und wir Kriegskinder.
Des Weiteren finden in der Stadtkirche St. Jakobi ein Friedensgottesdienst und in der Chemnitzer Kreuzkirche ein Gedenkkonzert statt.
Veranstaltungen am 5. März (Auswahl)
10:00 Uhr Städtischer Friedhof
Kranzniederlegung am Mahnmal der Bombenopfer des 5. März
17:00 - 17:30 Uhr
Friedenswege zum Neumarkt
Ausgangspunkte:
- Röm.-kath. Propsteikirche St. Johannes Nepomuk, Hohe Str. 1
- Ev.-method. Friedenskirche, Kaßbergstr. 30
- Ev.-luth. St. Petrikirche, Theaterplatz
- Ev.-luth. St. Markuskirche, Körnerplatz
17:30 Uhr Neumarkt
Carillon – Die Chemnitzer Friedensglocken
gespielt von Franzpeter Uhlig
18:00 Uhr Neumarkt
Kundgebung : "Blumen aus Ruinen" – Trümmerfrauen und wir Kriegskinder
Konzept: Nancy Gibson, Hartwig Albiro • Mitwirkende: Chor der Städt. Musikschule, Mathis Stendike (Musiker), Monael und Friends (Gebärden-Chor) und Sprecher
Gedanken der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zum 5. März
19:30 Uhr Kreuzkirche, Henriettenstraße 36
Konzert zum Chemnitzer Friedenstag
mit der Kantorei der Kreuzkirche, der Robert-Schumann-Philharmonie und Solisten der Oper
Felix Mendelssohn Bartholdy: "Verleih uns Frieden gnädiglich"
Olivier Messiaen: "Combat de la mort et de la vie" aus "Les corps glorieux"
Gabriel Fauré: Requiem op. 48
20:00 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1
Friedensgottesdienst
"Mit dem Gott des Friedens den Krieg beräumen"
Mitwirkende: Superintendent i.R. Christoph Magirius – Predigt • amt. Superintendentin Hiltrud Anacker - liturgische Texte • Pfarrerin Dorothee Lücke - liturgische Texte • Kirchenmusiker Sebastian Schilling – Orgel • Tänzerinnen und Tänzer des Balletts der Städtischen Theater Chemnitz • Andrzej Barlog – Klavier • Sabrina Sadowska - Inszenierung
anschl. Gang zum Neumarkt
21:00 Uhr Neumarkt
Gedenkgeläut der Chemnitzer Kirchen
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.