Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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"Buch-Schätze"


25 Juni 2025

500 Jahre historische Bibliothek Kirche St. Nicolai in Döbeln

DÖBELN – Bis zum 18. Oktober 2025 sind in der Kleinen Galerie im Stadtmuseum im Dachgeschoss des Döbelner Rathauses besondere Schätze aus der Kirchenbibliothek von St. Nicolai in Döbeln zu sehen. Sie ist mit ihrem 500-jährigen Bestand eine der ältesten Bibliotheken Sachsens.

Die vorreformatorische Kirchenbibliothek war eine Pultbibliothek mit angeketteten Büchern. Sie enthielt theologische Grundlagenliteratur und Textausgaben der antiken Klassiker. Nach Einführung der Reformation wurden evangelische Werke angeschafft, an erster Stelle Bibelausgaben und die Werke Luthers und Melanchthons.

Im späten 18. Jahrhundert erweiterte sich die Kirchenbibliothek durch eine Bücherschenkung des in Döbeln geborenen Pfarrers Johann Friedrich Aster. Mit der Ausstellung und ihren herausragenden Einzelstücken ist die Entwicklung der Kirchenbibliothek von St. Nicolai seit ihren Anfängen nachzuvollziehen.

Nachdem es schon vor 1500 einige Bücher gegeben haben musste, wurde mit einer Schenkung aus dem Benediktinerinnenklosters in Döbeln die Kirchenbibliothek angelegt. Darunter befanden sich fünf Bände einer 1498 gedruckten Bibel.

Durch eine Schenkung des Fürstlichen Sächsischen Hofpredigers M. Martin Corberius, der in Döbeln geboren war, vermehrte sich der Bestand auf 100 Bücher und das Jahr 1525 gilt seitdem als Gründung der Döbelner Kirchenbibliothek.

Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgten durch Bußgelder Zukäufe zur Bibliothek und durch hinterlassene Büchersammlungen von Pfarrern erhöhte sich der Bestand kontinuierlich weiter. Anlässlich der Kirchenrenovierung 1885 wurden von Diaconus Armin Ottokar Colditz die Bibliothek neu geordnet und aufgestellt.

Trotz vieler verschiedener Stadtbrände sowie kriegerischer Einwirkungen, zuletzt gegen Ende des 2. Weltkriegs, konnte die in der Nicolaikirche gut verwahrte Bibliothek unbeschadet überdauern. Zudem lagen wohl durch die Zeiten ein Augenmerk und Interesse am historischen Bestand vor, dass half, die wertvolle Bibliothek zu erhalten.

Die derzeitige Ausstellung gibt einen kleinen Einblick in die Entwicklung des Buchdruckes und die Entstehung einer Bibliothek hier in Döbeln. >>>  Ausstellungsflyer

 

Blick in die Kirchenbibliothek an ihrem heutigen Standort in der »Heimlichkeit«, einem verschließbaren Raum hinter der Orgel
Bücher der Reformation und davor in der Zeit erster Buchdrucke
Ausstellung im Stadtmuseum mit Tafeln und Vitrinen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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