Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Pädagogen-Gottesdienste zu Beginn des neuen Schuljahres in Sachsen
02 Aug. 2024
Zuspruch und Segen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
DRESDEN – Der 17. Sächsische Pädagogen-Gottesdienst fand in der letzten Ferienwoche am Donnerstag, 1. August, um 17:30 Uhr in der Dresdner Dreikönigskirche statt. Unter dem Motto „Bruchstücke hinhalten“ stand auch die Predigt von Pfarrer Tobias Sommer, der in Dresden eine Pfarrstelle zur Erteilung des Religionsunterrichtes innehat. Die musikalische Begleitung übernahm der neue Landeskirchenmusikdirektor Burkhard Rüger.
Zu diesem zentralen Gottesdienst wren alle eingeladen, die im Kontext von Schule und Kindertagesstätte, Gemeinde und Bildung sowie Kinder- und Jugendhilfe arbeiten. Acht Referendaren und Referendarinnen, die das Schulfach ‚Evangelische Religion‘ unterrichten werden, wurde in diesem Rahmen die kirchliche Lehrbefugnis (Vokation) überreicht. Veranstaltet wurde der Gottesdienst von den Bildungsreferentinnen im Landeskirchenamt, Gabriele Mendt und Dr. Peggy Renger-Berka.
Die beiden Bildungsreferentinnen verwiesen im Zusammenhang des Gottesdienst-Themas auf Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit und im Leben jedes einzelnen, dass vieles bruchstückhaft erscheine. „Das betrifft das Leben von Kindern und Jugendlichen ganz direkt, aber eben auch die Gesellschaft und die Welt als Ganzes. Wir stehen vor zerbrochenen Beziehungen, nehmen zerbrochenen Frieden wahr und leben mit zerbrochenen Plänen. Zugleich sehnen wir uns nach Heilung und dass wieder etwas ganz wird.“, so die Referentinnen. Im Gottesdienst wurden die jeweiligen Bruchstücke benannt und ins Gebet eingeschlossen – in der Hoffnung und Erwartung, dass etwas Neues entstehen kann. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es bei einem Imbiss im Haus der Kirche noch Gelegenheit zu Gesprächen und zur Begegnung.
Pädagogen-Gottesdienste in den Regionen
Auch in anderen Orten treffen sich Pädagoginnen und Pädagogen zu regionalen Gottesdiensten zu Schuljahresbeginn. Die Gottesdienste würdigen die wichtige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und möchten Pädagoginnen und Pädagogen für das neue Schuljahr unter ungewissen gesellschaftlichen Bedingungen geistlich stärken und ermutigen. Zu regionalen Gottesdiensten sind staatliche und kirchliche Pädagoginnen und Pädagogen meist in der ersten Schulwoche eingeladen. Nur in Chemnitz fand der gemeinsame Pädagogen-Gottesdienst mit dem Kirchenbezirk Marienberg unter dem Motto „WUNDER WUNDEN“ mit Matthias List und Jonathan Leistner bereits am 31. Juli in der Jugendkirche St. Johannis statt.
Für den Kirchenbezirk Freiberg lädt die ‚Arbeitsstelle Kinder – Jugend – Bildung‘ am 7. August um 17:30 Uhr unter dem Stichwort „Alles wieder gut!?“ zu einem Pädagogen-Gottesdienst in die Kirche Freital-Deuben ein.
„DU stellst meine Füße auf W E I T E N R A U M“ heißt es beim Pädagogen-Gottesdienst zum Start ins neue Schuljahr am 8. August in Bernsbach im Erzgebirge. In der Kirche Bernsbach beginnt der Gottesdienst ebenfalls 17:00 Uhr.
Zur gleichen Zeit feiern im Kirchenbezirk Löbau-Zittau die in Bildung und Erziehung tätigen Pädagoginnen und Pädagogen am 9. August in Zittau im Gemeindesaal (Pfarrstr. 14) unter dem Titel „Bin aus deinem Mosaik ein Stein“ einen Gottesdienst. Anschließend gibt es einen Imbiss im Pfarrgarten.
In Leipzig wird am 11. August um 11.00 Uhr in der Universitätskirche St. Pauli ein Gottesdienst u.a. mit Prof. Dr. Frank Michael Lütze gefeiert, bei dem weiteren 14 angehenden Religionslehrerinnen – und lehrern ihre vorläufige Vokation überreicht wird.
Für den Kirchenbezirk Vogtland wird am 12. September um 18:00 Uhr ein „Oase-Gottesdienst“ für Pädagoginnen und Pädagogen in Gemeinde, Kita und Schulen in der Kirche Altensalz, unmittelbar an der Talsperre Pöhl, angeboten. Anschließend wird zum Grillen eingeladen.
Neben diesen Pädagogen-Gottesdiensten werden in zahlreichen Kirchgemeinden Familiengottesdienste für und mit Schulanfängern und Schülern zum Ferienende oder an den Sonntagen des 11. oder 18. August gefeiert. Die Evangelischen Schulen starten naturgemäß mit Gottesdiensten zum Schuljahresanfang.
Weitere Informationen über die Familiengottesdienste zum Schulbeginn
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.