Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Brot für die Welt startet 67. Aktion


02 Dez. 2025

Brot für die Welt startet in Sachsen - Diakonie und Bäckerhandwerk sammeln im Advent wieder Stollenpfennige

RADEBUEL I RIESA – Brot für die Welt startet im Advent traditionell seine neue Sammelaktion. Die nunmehr 67. Aktion steht in diesem Jahr unter dem Titel »Kraft zum Leben schöpfen«. Sie rückt die Herausforderungen der globalen Wasser- und Klimakrise in den Mittelpunkt. Über zwei Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser – obwohl dieser Zugang als grundlegendes Menschenrecht anerkannt ist. Gleichzeitig gerät mit dem Klimawandel auch die Natur aus dem Takt. Mangel und Überfluss von Wasser werden so zur Gefahr.

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Sachsen, Dietrich Bauer, sagt: »Wasser ist eine Voraussetzung für Leben, Ernährung und Entwicklung. Allerdings ist diese Schlüsselressource häufig sehr knapp, besonders im Globalen Süden. Es ist unfassbar, dass so viele Menschen keinen angemessenen Zugang zu Trinkwasser haben. Brot für die Welt und seine Partnerorganisationen vermitteln Know-how, damit Kleinbauernfamilien ihre Anbaumethoden und ihr Wassermanagement nachhaltig anpassen können. Diese Arbeit ist außerordentlich wichtig. Darüber hinaus sind wir alle gefordert, die Erderwärmung zu bremsen«, betont der Diakoniechef.

Die 67. Aktion startet für die Landeskirche am 7. Dezember, 9:30 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche Riesa. Die Predigt hält der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Sachsen, Dietrich Bauer. Nach dem Gottesdienst wird zu einem Kirchencafé eingeladen, wo Raum zum Austausch ist.

Der Riesaer Pfarrer Dr. Jan Quenstedt erhofft sich mit Blick auf die Eröffnung wichtige Impulse und sagt: »Brot für die Welt ist mitten in unserer Gemeinde. Und damit ist auch die Welt bei uns zu Gast. Denn Brot für die Welt weitet unseren Blick über unseren eigenen Tellerrand hinaus auf unsere Verantwortung für die Welt. Als Christinnen und Christen leben wir in einer weltumspannenden Gemeinschaft und unser Nächster wohnt nicht nur nebenan, sondern manchmal auch auf einem anderen Kontinent. An diese Verbindung erinnert uns Brot für die Welt und hilft uns, Glauben praktisch lebendig werden zu lassen«, so der Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Riesa.

Das Entwicklungswerk wird Jahr für Jahr zuverlässig aus Sachsen unterstützt. 2024 gingen vom Gebiet der Landeskirche Sachsens rund 2,26 Millionen Euro an Kirchgemeindekollekten und Privatspenden bei Brot für die Welt ein.

Im Advent werden wieder Stollenpfennige zugunsten von Brot für die Welt gesammelt

Diakonie und Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen sammeln auch in diesem Jahr wieder Spenden bei der 32. Aktion »Stollenpfennig«. Die Idee der Spendensammlung: Sachsenweit stellen weit über 400 Bäckereien in der Adventszeit Sammeldosen mit dem markanten »Stollenpfennig«-Logo auf ihre Verkaufstresen. Dort können Kundinnen und Kunden das Wechselgeld vom Kauf des Stollens oder anderer Backwaren hineinstecken, um die Arbeit von Brot für die Welt zu unterstützen. Die Sammelaktion, die im vergangenen Jahr einen Erlös von 25.150 Euro erzielte, wird von der KD-Bank – Bank für Kirche und Diakonie unterstützt.

Die Spendensammlung wird am Donnerstag, 4. Dezember, 13:30 Uhr, in der Bäckerei Schwarze, in Wurzen, Torgauer Str. 32, eröffnet. Erwartet werden unter anderem der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Sachsen, Dietrich Bauer und Landesobermeister Stefan Richter. Ein eigens von der Bäckerei Schwarze gebackener Stollenpfennig wird zudem an eine Einrichtung der Diakonie Leipziger Land übergeben. 

Spendenkonto: Brot für die Welt
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00 | BIC: GENODED1KDB
Bank für Kirche und Diakonie

In der Adventszeit sammeln Bäckerei-Filialen den Stollenpfennig für Brot für die Welt

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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