Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Brot für die Welt startet 63. Aktion
27 Nov. 2021
Sächsische Bäckereien sammeln erneut Stollenpfennige
RADEBEUL | ZITTAU - Brot für die Welt eröffnet am 1. Advent seine 63. Sammelaktion. Sie steht in diesem Jahr unter dem Titel „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ Die Länder des Globalen Südens sind vom Klimawandel besonders bedroht und leiden bereits massiv unter den Folgen. Überschwemmungen, Unwetter oder Dürren zerstören immer wieder ganze Ernten. Gerade die Menschen in den ärmsten Ländern haben kaum die Möglichkeit, sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Gleichzeitig tragen sie am wenigsten dazu bei.
Die Klimakrise ist damit eine Gerechtigkeitskrise und stellt unbequeme Fragen an die Hauptverursacher in den Industrieländern. Wie zukunftsfähig ist unser Lebensstil? Wie können wir wirtschaften, ohne die Ressourcen auf unserem Planeten dauerhaft zu überlasten? Welche Verantwortung haben wir, um ärmere Länder zu unterstützen? Brot für die Welt unterstützt viele Partnerorganisationen im Globalen Süden dabei, mit den Folgen des Klimawandels und Wetterextremen besser umzugehen. In Projekten geht es zum Beispiel um die bessere Speicherung von Wasser oder die Verwendung von traditionellem, robusten Saatgut.
Diakoniechef Dietrich Bauer sagt: „Es ist Zeit zu handeln! Die kommenden Jahre sind entscheidend, um die Erderwärmung noch zu begrenzen und die Folgen beherrschbar zu halten. Klimaschutz beginnt mit uns selbst und unseren Konsumgewohnheiten. Aber auch die Politik muss viel energischer vorangehen, wenn es um die Begrenzung des Temperaturanstieges geht. Bei all dem müssen wir über unsere Grenzen schauen und die Menschen im Globalen Süden unterstützen. Nur gemeinsam können wir erreichen, dass niemand zurückgelassen wird. Der Titel der 63. Aktion ‚Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“ steht genau dafür und ich bitte alle, die wichtige Arbeit von Brot für die Welt mit einer Spende zu unterstützen.“
Traditionell startet Brot für die Welt seine neue Sammelaktion am 1. Advent. Der bundesweite Eröffnungsgottesdienst ist für dieses Jahr in Detmold (Nordrhein-Westfalen) geplant. In der sächsischen Landeskirche wird die Aktion an diesem Sonntag um 15:30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche von Großschönau bei Zittau unter strengen Hygieneregeln eröffnet. Es predigt Sachsens Diakoniechef, OKR Dietrich Bauer. Im Gottesdienst wird außerdem das Adventslicht entzündet.
Stollenpfennig
Die Diakonie und der Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen sammeln auch in diesem Jahr wieder Spenden bei der 28. Aktion Stollenpfennig. Dabei ist die Kundschaft der Bäckereien aufgerufen, vom Wechselgeld beim Kauf des Stollens oder anderer Backwaren für Brot für die Welt zu spenden. In ganz Sachsen beteiligen sich über 500 Bäckereien, die in ihren Hauptgeschäften und Filialen mehr als 1.300 Dosen auf ihre Verkaufstresen stellen. Die Sammelaktion, die im vergangenen Jahr einen Rekorderlös von 38.117,53 Euro erzielte, wird von der KD-Bank – Bank für Kirche und Diakonie unterstützt. Eine offizielle Eröffnung der Aktion Stollenpfennig gibt es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie erneut nicht.
Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Aktuell fördert das Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen rund 1.800 Projekte in mehr als 90 Ländern. Traditionell spenden die Kirchgemeinden in den Heiligabend-Gottesdiensten für das evangelische Hilfswerk. Da coronabedingt vielerorts die Gottesdienste nicht wie gewohnt gefeiert werden können, weist Brot für die Welt auf die Möglichkeit der Online-Spende hin.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.