Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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„Brot für die Welt“ startet 62. Aktion
27 Nov. 2020
Eröffnung in Sachsen am 1. Advent in Dohna bei Heidenau
DRESDEN – „Brot für die Welt“ eröffnet am 29. November (1. Advent) seine 62. Spendenaktion. Sie trägt in diesem Jahr den Titel „Kindern Zukunft schenken“ und will vor allem auf das Thema Kinderarbeit aufmerksam machen. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO müssen weltweit 152 Millionen Kinder arbeiten, damit ihre Familien über die Runden kommen. Für fast die Hälfte (73 Millionen) der Kinder sind die Bedingungen dabei so schlecht, dass Gesundheit, Sicherheit und seelische Entwicklung gefährdet sind.
Unter anderem arbeiten sie auf Plantagen, Textilfabriken oder Bergwerken, putzen Schuhe oder sind als Haushaltshilfen tätig. Eine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit ist die sexuelle Ausbeutung. Gerade durch die Corona-Pandemie ist das Thema „Kindern Zukunft schenken“ aktueller denn je. Die Krise trifft die ärmeren Teile der Welt besonders hart. Durch die Not der Familien ist zu befürchten, dass mehr Kinder in ausbeuterische Arbeit gezwungen werden und sich ihre Zukunftschancen aufgrund mangelnder Schulbildung verschlechtern.
Diakoniechef Dietrich Bauer sagt: „Nur Erfolge im Kampf gegen Hunger und Armut können auch die Kinderarbeit nachhaltig zurückdrängen. Es darf nicht sein, dass Millionen Familien gezwungen sind, ihre Kinder zur Arbeit statt in die Schule zu schicken. So wird Armut zu einem Dauerzustand. Um diesem Kreislauf zu entkommen, unterstützt Brot für die Welt viele Projekte, um Familien wirtschaftlich zu stärken und die Schulbildung zu fördern. Damit ‚Kindern Zukunft schenken‘ mehr als eine Hoffnung ist, bitte ich darum, die Arbeit von Brot für die Welt mit Spenden und Kollekten zu unterstützen.“
Traditionell startet Brot für die Welt am 1. Advent seine neue Spendenaktion. Der bundesweite Eröffnungsgottesdienst wird in diesem Jahr in Speyer (Rheinland-Pfalz) gefeiert.
Für die sächsische Landeskirche wird die Aktion unter Einhaltung der Coronaregeln in einem Familiengottesdienst in der St. Marienkirche in Dohna bei Heidenau, um 10:00 Uhr, eröffnet. Unter anderem wird dort ein kurzer Film über ein von Brot für die Welt gefördertes Projekt auf den Philippinen gezeigt. In Dohna feiert die Kirchgemeinde sonst immer im Januar einen Gottesdienst zur aktuellen Aktion von Brot für die Welt und ist den Themen des Hilfswerks dadurch verbunden.
Aktion „Stollenpfennig“ in Bäckereien unterstützt Brot für die Welt
Diakonie und Landesinnung Saxonia sammeln auch in diesem Jahr wieder Spenden bei der 27. Aktion Stollenpfennig. Dabei ist die Kundschaft der Bäckereien aufgerufen, vom Wechselgeld beim Kauf des Stollens oder anderer Backwaren für Brot für die Welt zu spenden. In ganz Sachsen beteiligen sich über 500 Bäckereien, die in ihren Hauptgeschäften und Filialen knapp 1.330 Dosen auf ihr Tresen stellen. Die Sammelaktion, die im vergangenen Jahr einen Erlös von 29.521,27 Euro erzielte, wird von der KD-Bank – Bank für Kirche und Diakonie unterstützt. Eine offizielle Eröffnung der Aktion Stollenpfennig gibt es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht.
Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Aktuell fördert das Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen rund 1.800 Projekte in mehr als 90 Ländern. Traditionell spenden die Kirchgemeinden in den Heiligabend-Gottesdiensten für das evangelische Hilfswerk. Da coronabedingt vielerorts die Gottesdienste nicht wie gewohnt gefeiert werden können, weist Brot für die Welt auf die Möglichkeit der Online-Spende hin. (www.brot-fuer-die-welt.de/spende )
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.