Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Brot für die Welt beim 25. Weltklimagipfel in Madrid


29 Nov. 2019

Opfer des Klimawandels brauchen internationale Unterstützung 

BERLIN - Vom 2.-13. Dezember 2019 findet der 25. Weltklimagipfel (COP25) der Vereinten Nationen in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, sagt im Vorfeld: „Die ärmsten Menschen, die den Klimawandel nicht verursacht haben, tragen seine gigantischen Kosten. Bereits jetzt verursacht der Klimawandel 3 Milliarden Dollar an Schäden jährlich, Tendenz steigend. Arme Länder und Menschen im Süden ohne irgendwelche Reserven können damit aus eigener Kraft unmöglich fertig werden. Mit Mitteln für die humanitäre Hilfe ist wenig auszurichten, denn sie reichen jetzt schon nicht aus, um die Folgen von Kriegen und Naturkatastrophen zu bewältigen. Zusätzliche internationale Finanzzusagen sind deshalb unbedingt erforderlich.“  

Die finanzielle Unterstützung bei klimabedingten Schäden und Verlusten steht in Madrid erstmals weit oben auf der Verhandlungsagenda. Für die ärmsten Staaten ist dieser Klimagipfel deshalb von größter Bedeutung.  Die Folgen des Klimawandels entziehen immer mehr Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika die Lebensgrundlage und Bleibeperspektive in ihrer Heimat. Jährlich treibt der Klimawandel zusätzliche 26 Millionen Menschen in Armut, so die Weltbank. Entwicklungsfortschritte von Jahrzehnten werden so zunichtegemacht. Der Zyklon Bulbul etwa hat in Indien und Bangladesch über zwei Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Die Überschwemmungen im Südsudan, für deren verheerende Auswirkungen 61,5 Millionen US-Dollar Nothilfe angefordert wurden, belegen die Verletzlichkeit der ärmsten Menschen gegenüber den jüngsten klimatischen Extremereignissen. 

Cornelia Füllkrug-Weitzel: „Neue Finanzquellen müssen erschlossen werden. Wenn den ärmsten Staaten nur Kredite angeboten werden, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden, droht ihnen eine massive Verschuldung. Im schlimmsten Fall folgt daraus eine permanente humanitäre Krise.“ Obwohl die G20-Staaten für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind, ist laut dem Brown-to-Green-Report 2019 noch kein Land der G20 auf Kurs, um das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. „Klimagerechtigkeit würde bedeuten, dass die Staaten für die Schäden Verantwortung übernehmen, die sie verursachen,“ so Füllkrug-Weitzel.  

Die Industrieländer haben bisher abgelehnt, über Mittel zur Bewältigung klimabedingter Schäden und Verluste auch nur zu verhandeln. Während der COP25 wird die bisherige Arbeit des Internationalen Warschau Mechanismus für klimabedingte Schäden und Verluste überprüft. „Die Arbeitsgruppe hat gute Arbeit geleistet, aber bisher keine Bereitstellung von Klimafinanzierung ermöglicht“, so Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik bei Brot für die Welt. „De facto haben die langjährigen Klimaverhandlungen noch keinem Menschen, der von Schäden in Folge des Klimawandels betroffen ist, wieder auf die Beine geholfen.“ Gerade die ärmsten und verletzlichsten Staaten sehen in der Überprüfung des Internationalen Warschau Mechanismus für klimabedingte Schäden und Verluste die Möglichkeit, auch über finanzielle Unterstützung zu reden. „Diese Forderung unterstützen wir und fordern die Bundesregierung auf, sich gegenüber den Blockierern aus den Reihen der Industrieländer aktiv für die Hilfe für die ärmsten Staaten einzusetzen“, sagt Füllkrug-Weitzel. 

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite