Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Bischöfe laden zur ökumenischen Taufgedächtnisfeier
04 Apr. 2018
Taufsonntagsgottesdienste bis Christi Himmelfahrt
ANNABERG-BUCHHOLZ – Zur Taufgedächtnisfeier laden der evangelisch-lutherische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und der katholische Bischof Heinrich Timmerevers am Sonntag, 8. April, um 18:00 Uhr, gemeinsam in die St. Annenkirche nach Annaberg-Buchholz ein.
Der Gottesdienst will als Zeichen der lebendigen Gemeinschaft von evangelischer und katholischer Kirche in Sachsen an die Einheit im christlichen Glauben erinnern, die in der Taufe sichtbar wird. Im Mittelpunkt der Feier werden beide Bischöfe gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern das Taufbekenntnis erneuern.
Bischof Timmerevers und Landesbischof Dr. Rentzing: „Auf dem Fundament der einen Taufe können wir an der Einheit der Kirchen weiterbauen. Die verschiedenen Konfessionen haben hier eine gemeinsame Grundlage, Achtung und Verständnis füreinander wachsen zu lassen und zu erkennen, dass Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Reichtum erkannt wird.“
An dem Gottesdienst wirken Gemeindemitglieder aus Annaberg-Buchholz und die Kinder der christlichen Gemeinden des Ortes mit sowie für evangelisch-lutherischen Kirchenbezirk, Superintendent Dr. Olaf Richter und Pfarrer Karsten Loderstädt sowie für die katholische Kirche, Pfarrer Andreas Schumann.
Kirchenmusikalisch gestalten die Taufgedächtnisfeier die Kurrende, die Kantorei und der Posaunenchor von St. Annen unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Matthias Süß und Günther Reinhold mit.
Zum vierten Mal Taufsonntagsgottesdienst in Sachsen
Für die Zeit zwischen dem Weißen Sonntag, 1.Sonntag nach Ostern am 8. April, und Christi Himmelfahrt, 10. Mai, laden die Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche ein, Taufsonntag zu feiern.
Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Verknüpfung des Taufsonntages mit der Arbeit der evangelischen Kindertagesstätten. Dort wird an vielen Stellen zum Thema Taufe mit dem Taufkoffer gearbeitet.
Wie schon 2011, 2013 und 2015 soll die Taufe in den Blick genommen werden. Gemeinden könnten den Gottesdienst zum Anlass nehmen, mit Eltern ins Gespräch zum Thema Taufe zu kommen und dazu einzuladen. Leider lassen viele evangelische Eltern ihre Kinder nicht mehr taufen, was ganz unterschiedliche Gründe haben kann. Darüber ins Gespräch zu kommen kann die Chance im Vorfeld des Taufsonntages für den Gemeindeaufbau sein.
Nach Informationen und der Bereitstellung von Materialien durch die Landeskirche waren die Kirchgemeinden eingeladen, sich auch mit eigenen Formaten daran zu beteiligen. So werden sich nach jetzigem Stand über 80 Gemeinden mit Gottesdiensten, Gemeindefesten oder andere Aktionen zum Thema Taufe bis zum Himmelfahrtsfest, aber auch danach, beteiligen.
Eine Befragung unter Kirchgemeinden ergab, dass ein Schwerpunkt das Taufgedächtnis – also die Erinnerung an die eigenen Taufe – darstellt. Taufgedächtnisfeiern wird es beispielsweise in Graupa-Liebethal, der Pauluskirche in Zwickau und dem Kirchspiel Waldheim-Geringswalde geben. Zudem werden in mindestens 43 Gemeinden im Gottesdienst Kinder und Erwachsene getauft, so beispielsweise in der St. Martinskirchgemeinde Weinböhla, wo im Vorfeld auch ein Glaubenskurs mit Irakischen Teilnehmenden stattfand.
Häufig wir mit evangelischen KITAs gefeiert
Die Anregung, den Taufgottesdienst gemeinsam mit Evangelischen Kindertagesstätten zu feiern, haben einige Gemeinden aufgenommen. So werden die Gottesdienste in der St.-Martins-Kirchgemeinde Weinböhla, in Leipzig in der Christuskirchgemeinde Eutritzsch und der Bethanienkirche sowie der Kirche „Zu unserer lieben Frauen“ in Schneeberg-Neustädtel, in der Kirchgemeinde Arnsdorf-Fischbach-Wallroda oder in Wüstenbrand in St. Christophori und St. Trinitatis gemeinsam mit einer KITA gestaltet.
Eltern wurden dazu gezielt angesprochen oder eingeladen. Ziel ist es, Eltern neu zu ermutigen, sich den religiösen Fragen im Blick auf ihre Kinder zu stellen und sie mit der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche hineinzunehmen. Kirchgemeinden und Evangelische Kindertagesstätten bieten dabei Unterstützung an. In vielen evangelischen KITAs wurde zuvor das Thema Taufe mit den Kindern anhand eines Taufkoffers besprochen und entdeckt.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.