Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Bergstreittag im Welterbe
18 Juli 2019
Kirchenführung in St. Wolfgang und Berggottesdienst mit Musikkorps
SCHNEEBERG – Das erzgebirgische Schneeberg und die Region feiern den diesjährigen Bergstreittag unter dem Eindruck des kürzlich verliehenen Unesco Welterbe-Titels. Unter den 22 Orten des Erzgebirges/Krušnohoři gehören auch die Montanlandschaft Schneeberg sowie die lebendig gehaltene Tradition der Bergbauregion dazu.
Eine Tradition ist der Schneeberger Bergstreittag, der jedes Jahr am Tag „Maria Magdalena“, 22. Juli, gefeiert wird. In den Jahren 1496 und 1498 kam es zu zwei erfolgreichen Lohnstreiks unter den Bergknappen. Nach der Einigung wurde der Tag des Vertragsschlusses ein regionaler Feiertag.
Bis heute gestalten die Ev.-Luth. Kirchgemeinde zusammen mit der Bergstadt Schneeberg diesen Tag. Höhepunkt auch in diesem Jahr ist die Bergparade mit 270 Bergbrüdern und 120 Musikern, die 18:15 Uhr in Neustädtel beginnt. Um 19:00 Uhr wird zum Berggottesdienst in St. Wolfgang eingeladen.
Im Gottesdienst wird Pfarrer Matthias Fischer, Persönlicher Referent des Landesbischofs, die Gastpredigt halten. Die Musikkorps der Bergmusiker gestalten den Gottesdienst im Bergmannsdom musikalisch, bevor das Bergzeremoniell und das Abschlusskonzert mit Bergmärschen auf dem Marktplatz erklingen.
Der langjährige Schneeberger Ortspfarrer Frank Meinel spricht von einem Fest der Zusammengehörigkeit und kennt die örtlichen Traditionen aus dem Effeff. Er weiß, dass die Anziehungskraft des Tages weit über Schneeberg hinausgeht. So werde den Schneebergern und ihren Gästen ein vielseitiges Programm geboten, darunter Kirchenführung und Führungen in St. Wolfgang mit Erläuterungen zum Lucas-Cranach-Flügelaltar.
Bereits am Vortag gibt zum 523. Schneeberger Bergstreittag am Sonntagabend um 20:00 Uhr ein Sommerkinoabend Open Air "Bohemian Rhapsody". Der Montag ist vom Vormittag an mit Markttreiben, Rundfahrten, Führungen, Handwerksvorführungen, Besichtigung bergtechnischer Anlagen, Ausstellungen und heimatmusikalischen Darbietungen geprägt.
PROGRAMM und Unterhaltung zum Festtag
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.