Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Bergmännische Krippe Annaberg-Buchholz


20 Dez. 2024

Figuren im Gespräch über die Geburt des Gottessohns

ANNABERG-BUCHHOLZ - Ein besserer Ort als die Bergkirche St. Marien in der Bergstadt Annaberg hätte sich für diese Krippe nicht finden lassen. Über 30 aus Holz geschnitzte und bemalte Figuren gehören zur „Bergmännischen Krippe“. Dargestellt sind Bergleute und Bürger der Stadt. Die 1,20 Meter großen Figuren sind in der Kirche so verteilt, dass sich unter ihnen ein Gespräch über die Geburt des Gottessohns entwickelt. Die Krippe verlegt die biblische Weihnachtsgeschichte in die erzgebirgische Bergbaulandschaft des 19. Jahrhunderts und zeigt dabei die enge Verbindung von Bergbau- und Stadtgeschichte sowie christlichem Glauben.

So sind es nicht die Weisen aus dem Morgenland, die dem Christuskind ihre Geschenke bringen. Die Gaben werden stattdessen von drei Bergbeamten aus den damals führenden erzgebirgischen Bergbauvereinen überreicht. Bauer und Bäcker, Wirt und Marktfrau, Ratsherr und Waldmann, Hausierer und Gelehrter, Pfarrer und Bettlerin – sie alle bewegt die frohe Botschaft von Weihnachten. Auch zwei Kinder, die ihr liebstes Spielzeug zum Christuskind bringen, gehören zur Krippe. Jesus ist für alle geboren – das will die Krippe deutlich machen.

15 Jahre haben die renommierten Holzbildhauer Friedhelm Schelter, Jesko Lange, Ronny Tschirske und Robby Schubert sowie der Kunstmaler Günther Kreher seit Projektbeginn im Jahr 2000 an der Krippe gearbeitet. Neben der Stadt Annaberg und der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz haben zahlreiche Sponsoren zur Umsetzung des einzigartigen Vorhabens beigetragen.

Und die Krippe wächst weiter: Neue Figuren werden in öffentlichen Einrichtungen von Annaberg-Buchholz den Weg zur Krippe weisen. So wurde zuletzt am 2. Advent in der St. Annenkirche unter großer Beteiligung eine weitere Person in Holz aufgenommen. Das erzgebirgische Original in der Gestalt des Jörg Heinicke in typischer Tracht und seinem Schifferklavier auf dem Rücken erweitert nun den Annaberger Krippenweg. Geschaffen hat die Figur der Holzbildhauer Ronny Tschirske als siebentes Werk aus seiner Werkstatt für die Bergmännische Krippe.

Die „Bergmännische Krippe“ in der Bergkirche St. Marien kann täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Abweichende Öffnungszeiten können der Website entnommen werden.

Zum Thema Bergmännische Krippe

Krippenweg Erzgebirge

Zentrale Figurengruppe mit Maria, Joseph und dem Jesuskind
Neue Figur des Jörg Heinicke, geschaffen vom Holzschnitzmeister Ronny Tschirske

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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