Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Benefizkonzerte zugunsten der Ukraine-Hilfe


16 März 2022

DRESDEN / LEIPZIG – In den nächsten Wochen finden unterschiedliche Benefizkonzerte statt, deren Erlös der Ukraine-Hilfe zugute kommen soll.

Am Freitag, den 18. März erklingt ab 19:30 Uhr in der Leipziger Nikolaikirche Geistliche Chormusik des Kammerchor "Vocalconsort Leipzig" unter der Leitung von Franziska Kuba. Zwischendrin werden Texte von Serhij Zhadan (ukrainischer Schriftsteller) sowie Yevgenia Belorusets (ukrainische Schriftstellerin und Fotokünstlerin) gelesen. Der Eintritt ist unter Beachtung der 3G- Regel. 

Ein weiteres Benefizkonzert gibt es am kommenden Sonnabend den 19. März, 19:30 Uhr in der Auferstehungskirche Dresden-Plauen. Akademisten der Staatskapelle Dresden und Studierende der Musikhochschule spielen Werke von Bach, Mozart, Sperger und anderen. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für den Jonathan e.V. gebeten, der sich um Flüchtlinge an der ukrainisch-rumänischen Grenze kümmert. Konzertbesuch ist unter Beachtung der 3G-Regel möglich. Zur Webseite der Kirchgemeinde.

Am Sonntag, dem 20. März findet auf Initiative von Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik Dresden ab 17:00 Uhr ein Benefizkonzert in der Heilig-Geist-Kirche Dresden-Blasewitz statt. Auf dem Programm stehen Chor- und Orgelwerke von J. S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, J. G. Rheinberger u. a.. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Kollekte gesammelt, die der Ukraine-Hilfe des Vereins „arche noVa e. V.“ zugutekommt. Dieser Dresdner Verein arbeitet eng mit Partnerorganisationen in Polen und in der Ostukraine zusammen. Schwerpunkte sind zurzeit die Verteilung von Hilfsgütern für besonders bedürftige Bevölkerungsgruppen und Notmaßnahmen im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung im Kriegsgebiet. 

Großes haben sich Auerbachs Kirchenmusikdirektor Ulrich Meier und Generalmusikdirektor Stefan Fraas von der Vogtland-Philharmonie für ein Hilfsprojekt vorgenommen. Gemeinsam mit regionalen Künstlern werden sie am  25. März ab 19.30 Uhr in der St.-Laurentius-Kirche Auerbach ein Benefizkonzert zugunsten der Menschen in der Ukraine und hier angekommener Geflüchteter geben. Stefan Fraas wird einen Teil seines Sinfonieorchesters mitbringen und dirigieren, Ulrich Meier an der Orgel sitzen und den Auerbacher Kammerchor leiten. Als Tenor-Solisten engagierten sie Nico Eckert, für poppigere Töne Maria und Silke Fischer. The Old Socks fädeln Udo Lindenbergs zeitlosen Titel „Wozu sind Kriege da?“ ein. Demnach bekommen Gäste anderthalb Stunden eine bunte Mischung aus Klassik und Modernem zu hören. Enden soll das Konzert mit der ukrainischen Nationalhymne. Den Redebeitrag übernimmt Yvonne Magwas (CDU), Vizepräsidentin des Bundestages.

Mindestens 10.000 Euro wollen die Akteure einspielen. Dieses ehrgeizige Ziel hat Ulrich Meier, Kantor an St. Laurentius, definiert. So viel kostet ein Konzert für gewöhnlich. Meier ist optimistisch, das Spendengeld zusammenzubekommen, da der Eintritt nichts kosten wird. „Zeitiges Kommen sichert gute Plätze“, sagt er. Die 400 vorhandenen werden um 200 aufgestockt. „Weil nur ein Mundschutz erforderlich ist, können wird das Haus mit einiger Vorsicht hoffentlich vollmachen“, so der Kantor.

Auch der Knabenchor Dresden, der dresdner motettenchor, das Sächsische Vocalensemble, das Philharmonische Kammerorchester und Kreuzorganist Holger Gehring haben sich unter Leitung von Matthias Jung zu einem Benefizkonzert am Sonntag, den 27. März, 17:00 Uhr in der Dresden Kreuzkirche verabredet, um zugunsten des Vereins arche noVa Spenden einzuspielen. Neben russischen und ukrainischen Volksliedern wird die Chorkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Mottete „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger sowie "Dona nobis pacem“ aus der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach erklingen.

Zeitgleich (27. März, 17:00 Uhr - Einlass bereits 16:00 Uhr) erklingt in der Lukaskirche im Zwickauer Ortsteil Planitz die Johannespassion von Johann Sebastia Bach, unter der Leitung von Gotthold Schwarz, der in Zwickau geboren wurde und von 2016 bis zum Sommer 2021 Thomaskantor und damit Leiter des Leipziger Thomanerchores war. Es singen und musizieren das Concerto Vocale Leipzig und das Sächsische Barockorchester. Mit diesem Konzert soll die Arbeit des Vereins „Partnerschaft“ zur Ukraine unterstützt werden, heißt es vom Veranstalter. Der Eintritt kostet 25, ermäßigt 18 Euro. Karten gibt es im Pfarramt in der Schlossparkstraße 50 (Telefon: 0375-7929806).

Spenden von 6.000 Euro beim Benefizkonzert in der Dresdner Kreuzkirche eingesammelt.

Bereits am 11. März 2022 fand om der Dresdner Kreuzkirche ein Benefizkonzert statt, bei dem 415 Besucher den Tönen der großen Jehmlich-Orgel lauschten. Insgesamt wurden durch den Kartenverkauf und die nochmals großzügige Spendenbereitschaft am Ende des Abends ca. 6.000 Euro an Spenden gesammelt, die durch den Verzicht aller Beteiligten auf ihre Gagen und die Unterstützung von Sachsen Fernsehen, DNN, SZ, Ö-Grafik, etix Kartensystem, Jehmlich Orgelbau, Druckerei Hille in vollem Umfang dem Verein "Partnerschaft mit Osteuropa“ zugutekommen und zumindest an einer Stelle hoffentlich ein wenig helfen können, die Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Zum Artikel.

Auch in Tauchas St.-Moritz-Kirche wurden bei einem Benefizkonzert mit dem Ensemble ,Chorifeen’ über 1.700 Euro für die Ukraine-Hilfe gespendet. 

(Grafik: Kreuzkirche Dresden)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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