Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Begegnungstag für Aussiedler in Roßwein


16 Juli 2024

Begegnungstag unter dem Motto „ZusammenHalten“

ROSSWEIN - Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens lädt am Sonnabend, 31. August 2024 zum Begegnungstag für Aussiedler nach Roßwein im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz ein. Erwartet werden ungefähr 400 Teilnehmende aus Sachsen und angrenzenden Regionen, die Landesbischof Tobias Bilz zusammen mit dem Ortspfarrer Dr. Heiko Jadatz sowie Superintendent Sven Petry begrüßen werden.

Zudem haben u.a. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sein Kommen zugesagt sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Natalie Pawlik. Vom Landkreis Mittelsachsen wird Jörg Höllmüller (2. Kreisbeigeordneter des Landkreises Mittelsachsen) dabei sein und für die Stadt Roßwein begrüßt der 1. Stellvertretende Bürgermeister Till Beyer die Gäste.

Abgesehen von einer pandemiebedingten Pause zuletzt und während des Hochwassers 2002, fanden seit 1996 jährlich Begegnungstage an unterschiedlichen Orten auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche statt, im letzten Jahr in Großenhain. Die Stadt Roßwein, der Landkreis Mittelsachsen, die Diakonie Döbeln und die Diakonie Rochlitz als Kooperationspartner unterstützen den Begegnungstag. Wie in der Vergangenheit gibt es ein vielfältiges Programm für Kinder und Erwachsene auf dem Markt. Ebenfalls auf dem Markt wird die Hauptbühne stehen sowie der Markt der Möglichkeiten mit verschiedenen Ständen von Initiativen und Vereinen.

Der Begegnungstag unter dem Motto „ZusammenHalten“ beginnt um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Marienkirche, in dem Landesbischof Bilz predigen wird. Neben Grußworten im Anschluss, wird in diesem Jahr der Staffelstab vom Referenten für ökumenische Beziehungen, Friedemann Oehme, wegen dessen Eintritts in den Ruhestand an seine Nachfolgerin Helena Radisch übergehen. OKR i.R. Oehme war im Landeskirchenamt maßgeblich an der Vorbereitung und Begleitung der Begegnungstage befasst.

Für den Landesbischof sei das Thema des Tages in einer Zeit der Krisen und Kriege eine Ermutigung, Brücken zu bauen und zusammenzuhalten, wo Meinungen auseinandergingen und sich oft unversöhnlich gegenüberstünden. „'Zusammenhalten' – das ist eine Aufforderung an uns, aktiv das Gespräch zu suchen und im Miteinander Gutes zu bewirken“, so Bilz. Er verwies auf die ökumenische Initiative der Kirchen in Sachsen im Wahljahr, für Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt einzutreten. „Das sind unsere christlichen Werte, die wir gemeinsam vertreten und für die wir mit Herz und Verstand eintreten wollen“, ermutigt der Landesbischof die Teilnehmenden im Vorfeld des Begegnungstages.

Nach dem Gottesdienst kann in der Marienkirche eine Ausstellung zur Geschichte der Deutschen in Russland besucht werden. Das Bühnenprogramm auf dem Markt mit Chören, Tanzgruppen und Interviews beginnt um 12:00 Uhr. Gleichzeitig werden Besuche auf dem Kirchturm, im Heimatmuseum sowie eine Fahrt zur historischen Dampfmaschine Roßwein angeboten. Nach einem gemeinsamen Abschluss an der Bühne auf dem Markt endet der Begegnungstag um 15:45 Uhr.
Die Veranstaltung wird durch den Freistaat Sachsen gefördert.

Seit der Friedlichen Revolution 1989 sind über 2,5 Millionen Aussiedlerinnen und Aussiedler, vorwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion, nach Deutschland gekommen. Über 43 Prozent gaben an, evangelisch zu sein.
Dabei lagen die Hauptzuzugsjahre in den 1990er und zu Beginn der 2000er Jahre. Ab da gingen die Zugangszahlen nach Sachsen bei den Spätaussiedlern deutlich zurück mit Schwankungen zwischen 100 und 350 Personen pro Jahr. Zudem verlängerten sich seit Kriegsausbruch vor zwei Jahren die Wartelisten der Antragstellenden aufgrund der Kapazitätsbegrenzung an der Deutschen Botschaft in Moskau.

Aussiedlerarbeit
 

Kalinka-Chor vor der Marienkirche in Großenhain 2023
Aussiedlertag in Chemnitz 2019 (Petrikirche)
Auftakt Aussiedlertag in der Johanniskirche Plauen 2018 mit OKR Friedemann Oehme und Superintendentin Ulrike Weyer.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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