Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit


30 Mai 2024

Sie war bereits in der Friedensarbeit im Raum der EKD tätig

DRESDEN | LEIPZIG – Die Theologin Maria Schiffels (43) aus Leipzig wird den Dienst als neue Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit in der sächsischen Landeskirche zum 1. Juni 2024 aufnehmen. Sie ist Nachfolgerin von Michael Zimmermann, der zuvor in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihren zukünftigen Dienst wird sie in der Arbeitsstelle für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Leipzig ausüben.

Ihre neue Tätigkeit sehe sie in der Tradition des Konziliaren Prozesses und sie möchte als Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit dazu beitragen, „dass wir als Kirche den Frieden im Blick behalten“, so Schiffels. Dies geschehe im gemeinsamen Ringen um friedensethische Themen oder in der Beratung zur Kriegsdienstverweigerung, in der Arbeit mit jungen oder älteren Menschen, im theologischen Gespräch oder im Gebet. Sie sei gespannt auf die aktuellen Diskurse und Bedarfe in der sächsischen Landeskirche und freue sich auf die neue Tätigkeit.

Die Beauftragte wird in der Leipziger Arbeitsstelle vornehmlich friedenstheologische und friedensethische Themen bearbeiten, Meinungsbildungsprozesse in der Landeskirche unterstützen und Friedensarbeit an Bildungsorten der Landeskirche präsentieren. Sie unterhält und vertieft Kontakte in der Landeskirche zur Kirchenbezirksebene und Gemeindebasis, indem sie Hilfestellung mit Materialien anbietet und die Friedensarbeit in Netzwerken vertritt. Dabei geht es um Flüchtlingsarbeit, interreligiöse Diskurse sowie um Kooperationen mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren.

Maria Schiffels war in den letzten vier Jahren als wissenschaftliche Koordinatorin für die Entwicklung des Masterstudiengangs „Civic Education. Demokratiearbeit in der digitalisierten Gesellschaft“ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena tätig. Ihr Arbeitsplatz war am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in Jena beim Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ).

Geboren wurde sie 1981 in München, wuchs aber im niedersächsischen Osnabrück auf. Nach dem Abitur studierte sie ab 2001 Evangelische Theologie an den Universitäten Hamburg und Leipzig. Während ihrer Studienzeit war sie 2005 im mittelamerikanischen Costa Rica als Grundschullehrerin für ökumenische Religion tätig. Sie absolvierte ihr Vikariat (Vorbereitungsdienst) in einer evangelisch-reformierten Gemeinde in Lübeck und im Seminar für pastorale Aus- und Fortbildung in Wuppertal und schloss ihre Studium 2011 mit dem Zweiten Theologischen Examen ab.

Kurz danach wurde Maria Schiffels Referentin der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) / VfF in Bonn, bevor sie 2012 die Geschäftsführung des Vereins für Friedensarbeit im Raum der EKD und der EAK übernahm sowie in der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD mitarbeitete. Nach einer knapp vierjährigen Elternzeit übernahm sie eine Dekanatsassistenz am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und war dann seit 2020 am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt mit der wissenschaftlichen Koordinierung für einen neuen Masterstudiengang befasst.

Maria Schiffels ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Maria Schiffels

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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