Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Bahnhofsmission benötigt dringend Geldspenden


11 März 2022

Täglich mehr Reisende, die versorgt werden müssen

DRESDEN – Um die Versorgung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine am Dresdener Hauptbahnhof weiter aufrechtzuerhalten, bittet die Ökumenische Bahnhofmission dringend um Geldspenden. Täglich seien es mehr Reisende, die mit Lebensmitteln, Getränken und weiteren Hilfsgütern versorgt werden müssen. Dafür würden nach Angaben der Bahnhofsmission derzeit täglich mindestens 500 Euro benötigt.

Am Dresdener Hauptbahnhof als stark frequentierter Ankunftsort kommen täglich hunderte Menschen an, insbesondere Frauen und Kinder. Teils handelt es sich um große Familien und Personen hohen Alters, manche kommen mit ihren Haustieren. Viele der Vertriebenen sind bereits seit Tagen auf der Flucht und haben kein Geld mehr.

Der Ökumenischen Bahnhofsmission der Diakonie Dresden mit ihren Räumlichkeiten kommt deshalb eine zentrale Rolle zu: Hier können Geflüchtete kurz zur Ruhe kommen, bevor sie beispielsweise die Shuttles der Dresdner Verkehrsbetriebe nutzen. Mütter haben die Möglichkeit, in abgeschirmten Räumen ihr Kind zu stillen oder zu wickeln.

Zudem verteilt die Bahnhofsmission Lebensmittel auch direkt auf den Bahnsteigen an den Zügen, die mit Vertriebenen in Dresden nur Halt machen, bevor sie die Reise nach Berlin, Nürnberg oder Frankfurt fortsetzen. Ehrenamtliche, die dolmetschen können, helfen bei Verständigungsproblemen.

Die ehrenamtlich Tätigen der Bahnhofsmission, viele spontane Hilfskräfte sowie Mitarbeitende der Diakonie Dresden sind für die häufig völlig erschöpften Menschen da, um Hilfe zu leisten.

Schon über zwei Millionen Menschen mussten infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine aus ihrem Heimatland fliehen. Die körperlich und seelisch belastende Reise in vollen Bussen und Zügen führt über die Nachbarstaaten vielfach auch nach Dresden.

Diakonie Dresden
IBAN:  DE 29 3506 0190 0160 1601 60
BIC:    GENO DE D1 DKD - Verwendungszweck: Ukraine-Hilfe

Synodalpräsidentin Bettina Westfeld hilft zum dritten Mal bei der Bahnhofsmission aus und kümmert sich um ankommende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine
Synodalpräsidentin Westfeld am Informationsstand der Ökumenischen Bahnhofsmission im Dresdner Hauptbahnhof

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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