Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Ausstellungseröffnung: „Luther, Lessing und die Reformation in der Oberlausitz“


26 Feb. 2017

„Luther und Lessing – 500 Jahre Reformation“ – 51. Kamenzer Lessing-Tage

KAMENZ - Dem Thema der Reformation insgesamt, den Auswirkungen in der Oberlausitz und nicht zuletzt auf Lessing war eine ganze Reihe von Veranstaltungen der diesjährigen Kamenzer Lessing-Tage unter verschiedenen Blickwinkeln gewidmet. Nun haben die Kamenzer und ihre Gäste die Möglichkeit, sich das Ganze auch anzuschauen.

Im Kamenzer Malzhaus wird in dieser Woche eine Ausstellung des Lessing-Museums Kamenz eröffnet. Sie trägt die gestalterische Handschrift von Anne Hasselbach. Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 1. März, um 19:00 Uhr, im Sonderausstellungsbereich des Malzhauses (Eingang Zwingerstraße) statt. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

Im Mittelpunkt der Exposition stehen die Auswirkungen, die der Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren in der Oberlausitz hatte. Martin Luther war nie hier, die Region war kein Kernland der Reformation, gehörte sie doch zum Zeitpunkt von Luthers Thesenanschlag noch für ein gutes Jahrhundert zum Königreich Böhmen, das von katholischen Landesherren regiert wurde. Gerade der Status als Nebenland der böhmischen Krone eröffnete der Oberlausitz Spielräume, die die politischen Akteure beider Konfessionen nutzten. So erreichten sie schließlich einen Status quo, der sich auf bemerkenswerte Weise von dem abhob, was für die allermeisten Länder und Reichsstädte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gelten sollte.

Schon im 16. Jahrhundert entstand im Gefolge der weitgehenden, aber eben nicht flächendeckenden Durchsetzung der Reformation in der Oberlausitz insbesondere durch die Städte ein bikonfessionelles Territorium.

Auch Gotthold Ephraim Lessing blieb von dem besonderen religiösen Charakter der Landschaft seiner Kindheit nicht unbeeindruckt. Dies war Anlass für das Lessing-Museum Kamenz, das Reformationsjubiläum mit den 51. Kamenzer Lessing-Tagen zu verbinden und in dieser Ausstellung der Durchsetzung der Reformation insbesondere am Beispiel der Stadt Kamenz nachzugehen, dabei aber auch zu untersuchen, inwieweit die spezifische Situation in der Oberlausitz Lessings Erfahrungshorizont und sein späteres Denken und Schaffen beeinflusste. Dabei wird auch dem spannungsreichen Verhältnis Lessings zu Luther nachgegangen. Lessings Beschäftigung mit dem Reformator reichte von seiner Schrift über die Herrnhuter bis zum „Nathan“.

Ab 2. März ist die Ausstellung jeweils Di bis So, 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
•Veranstaltungstipp: 3. März 2017, 19:00 Uhr - „Luther – Ich fürchte nichts!“ von George Isherwood, Theatergastspiel des N.N. Theaters –  Neue Volksbühne Köln, im Rahmen der 51. Kamenzer Lessing-Tage, im Stadttheater Kamenz

Lessing Museum Kamenz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite