Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ausstellung über Geschichte der Ostafrika-Mission


11 Mai 2018

125 Jahre lutherische Mission am Kilimanjaro

DRESDEN – Eine Ausstellung im Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens in Dresden erinnert an die Missionare der Leipziger Mission, die 1893 zu ihrer ersten Missionsexpedition in das damalige Deutsch-Ostafrika aufbrachen. Die lutherische Kirche im heutigen Tansania erwuchs mit ihren Diözesen zur zweitgrößten Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbundes.

Anlässlich dieses Jubiläums hat das Leipziger Missionswerk eine Wanderausstellung mit zwölf Roll-Ups entwickelt, die auf ihrer ersten Station ab 14. Mai im Atrium des Landeskirchenamtes (Lukasstraße 6) der Öffentlichkeit zugänglich ist. Zur Eröffnung am 9. Mai erinnerte sich Dr. Johannes Kimme, Präsident des Landeskirchenamtes, an seine Kindheit als Sohn des damaligen Missionsdirektors an die Räumlichkeiten des Missionshauses und die Geschichten über die Partnerländer der Mission, insbesondere auch an Tanganjika, dem späteren Tansania. Umso mehr freue es ihn, hier nun diese Ausstellung des Leipziger Missionswerks eröffnen zu können.

Der heutige Missionsdirektor, Pfarrer Ravinder Salooja, erläuterte anhand einer Karte den Weg des damaligen Missionsteams von der Küste in das Landesinnere. Er sprach seinen Dank an die Mitarbeiter aus, die die Ausstellung konzipiert und realisiert haben und verwies auf die Möglichkeit die Ausstellung ausleihen zu können. Die nächste Station sei eine Gemeinde im Vogtland.

Salooja erwähnte ein Zitat des Missionsdirektors Karl von Schwartz, das den Missionaren auf den Weg gegeben wurde: "Denkt daran, dass ihr dem Reich Gottes und nicht dem Kaiserreich dient". Das sei zwar ein toller Ausspruch, aber man könne nicht so tun und sagen „wir beten mal und das Andere geht uns nichts an“. Spätestens mit der Niederschlagung des Angriffs auf die Boma von Mahenge durch die Schutztruppe sei klar gewesen, dass man sich nicht vom gesellschaftlichen Umfeld lösen könne, so Salooja. Damals wurden in diesem Zusammenhang auch zwei Missionare getötet.

Der Aussendegottesdienst der ersten vier Missionare fand am 24. Mai 1893 in der Leipziger Nikolaikirche statt. Daraufhin brachen Gerhard Althaus, Albin Böhme, Robert Faßmann und Emil Müller ins Ungewisse auf. Unterwegs stieß noch der „Expeditionsleiter“, der Indienmissionar Traugott Päßler, zur Gruppe dazu. Im Kilimanjaro-Gebiet entstanden Missionsstationen mit Schulen und Krankenstationen.

Zur Geschichte der Mission in Ostafrika

Direktor Ravinder Salooja (r.) und Präsident Dr. Johannes Kimme
Präsident Dr. Johannes Kimme (l.) und Direktor Ravinder Salooja

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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