Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ausstellung: „Friedhof – Lebendiges Kulturerbe“


03 März 2025

In Kooperation mit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen

DRESDEN - Die derzeitige Ausstellung im Zentrum für Baukultur im Kulturpalast Dresden (Schloßstraße 2) wird begleitet von Veranstaltungen, die auf verschiedene Themen hinsichtlich der Bestattungskultur aufmerksam machen. Das Bestatten von Verstorbenen ist seit jeher ein wichtiger Teil unseres sozialen Lebens. Dies würdevoll zu ermöglichen und einen Ort des Gedenkens und Erinnerns zu schaffen, sind Aufgaben, die traditionell den Friedhöfen zukommt. Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in die reiche Kultur und in die Lebendigkeit heutiger Friedhöfe. Zu sehen sind u.a. Exponate von Dresdner Friedhöfen, wie etwa ein Sarkophag sowie historische Grabsteine. Die Ausstellung und das Begleitprogramm beleuchten zugleich die Veränderungen in der Bestattungskultur. Folgende Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung beleuchten Einzelfragen und grundsätzliche Überlegungen zu Sterben und Tod.

  • Dienstag, 04.03.2025, 18:30 Uhr

Vortrag: „Dresdner Friedhöfe als Erinnerungsorte. Wie erinnern an Opfer von Gewalt und Krieg?“, mit Dr. Birgit Sack, Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz, Stiftung Sächsische Gedenkstätte. Auf Dresdner Friedhöfen sind tausende Menschen bestattet, die infolge der beiden Weltkriege ums Leben kamen oder Opfer nationalsozialistischer Gewalt wurden. Das Gräbergesetz sieht für ihre sterblichen Überreste ein ewiges Ruherecht vor. Wer sind diese Menschen? Welche Spuren lassen sich auf den Friedhöfen finden? Wie kann heute an sie erinnert werden?

  • Mittwoch, 05.03.2025, 18:30 Uhr

Vortrag: „Erinnern und Bewahren – Das kulturgeschichtliche Archiv Friedhof“, mit Dr. Ulrich Hübner, Denkmalpfleger, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Wenn ein Mensch starb, wurde ihm noch vor 100 Jahren ein Denkmal gesetzt. Angehörige und Freunde schufen damit einen Ort des Gedenkens, der während der Trauer und darüber hinaus besucht werden konnte. Aber was passiert, wenn es niemanden mehr gibt, der sich an den Verstorbenen erinnert und das Grabmal pflegt? Der Erhalt dieser herausragenden Kultur- und Grabdenkmale ist heute von großem öffentlichem Interesse, denn Friedhöfe sind auch ein kulturelles Gedächtnis.

  • Dienstag, 11.03.2025, 18:30 Uhr

Vortrag: „Gibt’s im Himmel auch Spaghetti?“, mit Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Kinderpalliativmedizin, Trauerbegleitung und der Kirche. Wie die vorigen Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung „Friedhof – Lebendiges Kulturerbe“ findet auch dieser Abend in Kooperation mit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens statt.
In allen Generationen treffen die Menschen immer wieder auf Sterben und Tod. Kinder wie Erwachsene stellen ihrerseits Fragen, suchen nach Antworten, wünschen sich Begleitung. Mit Beiträgen von Dr. rer. medic. Maria Janisch, Sächsisches Kinderpalliativzentrum; Prof. Dr. med. Daniela E. Aust, Sternenkinder Dresden e. V.; Sylvia Jaster, Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst und Trauerbegleitung; Dompfarrer Norbert Büchner, Dompfarrei der Kathedrale und musikalischer Begleitung von Salome Haase.

Die Ausstellung „Friedhof – Lebendiges Kulturerbe“ ist noch bis zum 13. März 2025 zu den Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 13:00–18:00 Uhr im ZfBK – Zentrum für Baukultur im Kulturpalast Dresden (Schloßstraße 2) Eingang über Galeriestraße, zu sehen. Anschließend folgt die Ausstellung „Materialschau: Wege zur Bauwende“ ebenfalls mit Begleitveranstaltungen.

Rückblick: Eröffnung der Ausstellung zur Friedhofskultur

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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