Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Aus Sachsen zu Gast in Breslau


20 Okt. 2024

Über die Grenzen hinweg Beziehungen und Freundschaft

BRESLAU | DRESDEN - Vom 18.-20. Oktober 2024 fand die Synode der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen in Breslau in einem Tagungshotel neben der Kirche der Göttlichen Vorsehung (Kirche der Ev. Diözese Breslau) statt. Aufgrund einer Einladung der Evangelischen Kirche AB in Polen ist aus Dresden die Referentin für Ökumenische Beziehungen, Helena Radisch, nach Breslau gefahren und hielt vor Ort ein Grußwort seitens der sächsischen Landeskirche.

Die Synode begann am Freitagabend mit einem feierlichen Gottesdienst in der Ev. Bischofskirche in Breslau. Im Anschluss wurde in der Kirche der Prinzessin-Anna-Wasa-Preis an Oberkirchenrat i.R. Norbert Denecke (Hannover), dem früheren Geschäftsführer des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes, vergeben. Er wurde als Brückenbauer nach Polen mit seinem Engagement für die Feierlichkeiten zum 500-jährigen Reformationsjubiläum und dem Aufbau des Zentrums für Diakonie und Dialog in Stolp gewürdigt.

Der Dresdner Friedemann Scholz erhielt stellvertretend für die Landsmannschaft Schlesien im Landesverband Sachsen und Schlesische Lausitz e.V. ebenfalls die Ehrung. Er war zusammen mit seiner Ehefrau nach Breslau gekommen. Dem Verband wurde der Preis in Anerkennung ihrer Aktivitäten zum Schutz des kulturellen Erbes Schlesiens, darunter insbesondere die Rettung evangelischer Friedhöfe und der Aufbau von Beziehungen und Freundschaft über nationale Grenzen hinweg, verliehen.

Der Prinzessin-Anna-Wasa-Preis erinnert an die polnisch-schwedische Prinzessin Anna Wasa (1568-1625). Jährlich ehrt die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen mit dem Preis Projekte der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen.

„Als Nachbarregion Polens freut es uns besonders, dass dieses Jahr ein Verband aus Sachsen geehrt wurde und ich gratuliere beiden Preisträgern“, so Helena Radisch. Nach einem Festessen am Freitagabend, gab es Gelegenheit für Grußworte der angereisten Gäste. Die Ökumene-Referentin aus Dresden ging in ihrer Ansprache auf die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im letzten Jahr in Polen ein und dankte erneut für die große Gastfreundschaft der evangelischen Kirche in Polen.

Ferner griff sie auf, dass sich die Synode in Breslau mit den Themen sexualisierte Gewalt und Missbrauch beschäftigen werde und gab entsprechende Einblicke auf die Erfahrungen der letzten sächsischen Synodaltagungen. Ebenfalls hob die Helena Radisch die Verbundenheit gerade in schwierigen Zeiten hervor, wie beispielsweise zum aktuellen Hochwasser, und betonte gerade hier, wie wichtig partnerschaftliche Beziehungen seien. Sie freue sich auf weitere Begegnungen und dankte für die Einladung.

Evangelische Kirche AB Polens

Evangelische Kirche AB (Diözese Breslau)

Zwischen den Gastgebern die Geehrten (m.) und Helena Radisch (2.v.l.)
Grußwort von Ökumene-Referentin Helena Radisch

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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