Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Augustusburg im Jubiläumsjahr


28 Jan. 2022

Festgottesdienst in der Schlosskirche mit Landesbischof

AUGUSTUSBURG – Auftakt des Festjahres von Stadt und Schloss Augustusburg ist am 30. Januar 2022 um 16:00 Uhr ein Festgottesdienst in der Schlosskirche mit Landesbischof Tobias Bilz. Die Schlosskirche gilt als eine der ersten protestantischen Kirchenneubauten ihrer Zeit, denn auf den Tag vor genau 450 Jahren fand die Weihe der Kirche statt. Die Schlosskirche ist nicht nur wegen ihrer original erhaltenen Barockorgel von Georg Renkewitz ein Mekka für Musikfreunde, sie beherbergt zudem mit dem großen Altarbild und der Kanzel zwei weltberühmte Kunstwerke von Lucas Cranach d.J.

Vor diesem Ensemble übernimmt Pfarrer Uwe Winkler von der St. Petri-Kirchgemeinde Augustusburg die Leitung des Festgottesdienstes, in dem der Landesbischof predigen wird. Die musikalische Ausgestaltung erfolgt durch das Dresdner Ensemble „Corona harmonica“ unter der Leitung von Jan Katzschke. Orgel und historische Blasinstrumente spielen ausgewählte Musik vom Dresdner Hof, wie sie wohl in den ersten 50 Jahren nach der Weihe der Kapelle erklang, darunter Werke von Heinrich Schütz, Michael Praetorius, Hans Leo Haßler und Matthias Weckmann.

Mitte des 16. Jahrhunderts war Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) der Führer der deutschen Protestanten und trug dazu bei, das friedvolle Zusammenleben von Katholiken und Protestanten im Reich zu sichern. Das Kurfürstenpaar August und Anna war lutherisch gesinnt und forcierte den Aufbau einer lutherischen Landeskirche. Die Schlosskirche auf Schloss Augustusburg wurde von dem niederländischen Baumeister Erhard van der Meer entworfen. Als Vorbild diente die Kirche auf Schloss Hartenfels, welche als erster protestantischer Kirchenneubau der Welt gilt und 1544 von Martin Luther selbst geweiht wurde.

Der Wittenberger Maler Lucas Cranach d. J. erhielt von Kurfürst August den Auftrag für das Altargemälde und die Kanzel. Das Altargemälde zeigt die kurfürstliche Familie am Fuß des gekreuzigten Christi mit 14 ihrer 15 Kinder. Es ist das einzige erhaltene Bildnis der kurfürstlichen Familie im zeitgemäßen Habitus der Renaissance.

Am 30. Januar 1572 wurde die Augustusburger Schlosskirche schließlich durch den kursächsischen Hofprediger Philipp Wagner in Anwesenheit des Kurfürstenpaares eingeweiht. In den drei aus diesem Anlass gehaltenen Predigten verwies Wagner auf die Predigt Martin Luthers, mit der dieser 1544 die Kirche von Schloss Hartenfels in Torgau eingeweiht hatte. Für den Kurfürsten und seine Frau gab zudem es einen direkten Bezug zu Torgau, da sie 1548 in der Torgauer Schlosskirche getraut worden waren.

Im Rahmen des Jubiläums 450 Jahre Schloss Augustusburg wird ab dem 30. April der bundesweit renommierte Kulturort zum Schauplatz der innovativen, historisch-multimedialen Sonderausstellung "Kurfürst mit Weitblick – Das Leben und Wirken von Landesvater August von Sachsen". "Das Festjahr wird mit einem ganzjährigen kulturellen Programm unsere Gäste in die Welt der Renaissance entführen. Vorträge, Kulinarik, ein Jubiläumskonzert sowie das Schloss- und Stadtfest sind Teil des Jubiläumsprogramms", so Patrizia Meyn, Geschäftsführerin der Augustusburg / Scharfenstein / Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH.

Schloss Augustusburg

Blick in die Augustusburger Schlosskirche (Foto: Lutz Zimmermann)
Blick in die Kirche auf Schloss Augustusburg mit Altargemälde und Kanzel von Lucas Cranach d.J. sowie die Renkewitz-Orgel über dem Altar in dreizehn Metern Höhe. (Foto: Lutz Zimmermann)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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