Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Aufstehen - Rausgehen - Tätig sein!
18 Nov. 2017
Herbstsammlung der Diakonie vom 17. bis 26. November im Herbst eröffnet
ANNABERG-BUCHHOLZ - Im Erzgebirgs-Center (Gewerbering 2) in Annaberg-Buchholz wurde am gestrigen Freitag, 17. November, die Haus- und Straßensammlung der Diakonie Sachsen in der sächsischen Landeskirche eröffnet. Bis zum 26. November werden die Mittel aus dieser Herbstsammlung in Projekte fließen, die psychisch erkrankten Menschen mehr selbstbestimmte und selbstverständliche Teilhabe ermöglichen.
In Annaberg-Buchholz empfingen zum Auftakt die Sammlerinnen und Sammler den Segen. Musikalisch umrahmt wurde die Aktion vom Chor der psychosozialen Kontakt- und Begegnungsstätte Annaberg. Auch wurden im Rahmen der Eröffnung bereits Spenden für die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen gesammelt, die der Diakonie Annaberg-Stollberg direkt zugutekommen.
Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen haben es schwer, soziale Isolation und Einsamkeit aufzubrechen. Das gilt besonders in den ländlichen Regionen Sachsens, wo Netzwerke mit therapeutischen Hilfen, psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und vor allem Beschäftigungsmöglichkeiten rar und damit häufig auch weit vom Wohnort entfernt sind. Lassen dann enge finanzielle Verhältnisse oder auch die Erkrankung selbst regelmäßige Fahrten mit dem Nahverkehr nicht zu, reagieren viele Betroffene auf die mit der Krankheit verbundenen Stigmatisierungen und Vorurteile mit noch größerem Rückzug – was einem erneuten Ausbrechen der Krankheit Vorschub leistet.
Hier will die Diakonie Sachsen gegensteuern: Mit Beschäftigungsideen, Projekten, Veranstaltungen und Genesungsbegleitern, aber auch mit finanzieller Unterstützung zur notwendigen Mobilität. Alle diese Angebote sind nicht oder nur unzureichend regelfinanziert. Es soll sie aber geben, damit Betroffene dazu ermutigt und bestärkt werden, wieder aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen: Aufstehen, sich fertig machen, rausgehen und tätig sein!
Die Diakonie Sachsen dankt schon jetzt allen engagierten Sammlerinnen und Sammlern, die unter dem Motto „Aufstehen – Rausgehen - Tätig sein! - Angebote für Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen in der Zeit vom 17. bis 26. November 2017 auf Straßen und Plätzen in ganz Sachsen Spenden einwerben.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.