Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Aufruf zu Friedensgebeten am 24. Februar 2023


07 Feb. 2023

DRESDEN - Die sächsische Landeskirche und der Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Michael Zimmermann, haben sich mit einem Schreiben an die sächsischen Kirchgemeinden gewandt, in dem sie zu Friedensgebeten zum Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine aufrufen. Darin heißt es:

"Am 24. Februar 2023 ist es ein Jahr her, dass die russische Armee in die Ukraine eingedrungen ist. Der Tag erinnert uns an das Leid und die Bestürzung, die damit über die Menschen dort gekommen sind. Täglich hören wir von den Folgen des Krieges. Auch bei uns sind Menschen entsetzt, dass es noch nicht gelungen ist, einen Waffenstillstand zu erreichen. Fragen nach der Unterstützung der Menschen in der Ukraine werden in der Mitte unserer Gesellschaft oft kontrovers diskutiert. Für Christinnen und Christen ist damit die Glaubwürdigkeit des Zeugnisses der „Friedensbewegung Gottes in diese Welt hinein“ verbunden. Wir wollen nicht vergessen, dass auch in anderen Teilen der Welt (z. B. in Syrien, im Jemen) Kriege und Gewalt toben und Menschen ihre Heimat verlieren. Auch sie wollen wir in unsere Gebete mit einschießen. Gemeinsam wollen wir im Vertrauen auf Gott unsere Sorgen benennen, der Versuchung zu Hass und Gewalt widerstehen und uns vom Geist des Friedens leiten lassen."

Erinnert wird an das Wort der Kirchenleitung und den Aufruf der Landessynode im Herbst 2022. In ihrem Wort zum Krieg in der Ukraine hatte diese dazu aufgerufen, für ein baldiges Ende dieses Krieges zu beten, die Notleidenden in den Kriegsregionen, zu unterstützen und das Gespräch mit Menschen über alle Grenzen hinweg zu verstärken. Anlässlich des nun bereits ein Jahr lang währenden Angriffskrieges in der Ukraine werden die Kirchgemeinden gebeten, am 24. Februar zu einem Friedensgebet aufzurufen und die Glocken läuten zu lassen, Räume für Gespräche zur Verfügung zu stellen und im Gottesdienst am darauffolgenden Sonntag besonders für den Frieden zu beten. 

Auf der Website der Evangelischen Friedensarbeit sind Texte für eine Andacht und ein Entwurf für ein Friedensgebet zu finden. Landesbischof Bilz hat in der Reihe „3B – bei Bischof Bilz“ am 5. Februar 2023 ebenfalls zu diesem Thema Stellung genommen. 

Die Evangelische Friedensarbeit lädt am 24. Februar 2023 um 12:00 Uhr zu einem Online-Friedensgebet ein. Der Webinar-Raum ist unter diesem Link (Kenncode: 696634) ab 11:50 Uhr geöffnet.

© Peter Bongard / fundus.media

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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