Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Auf dem Jakobsweg durch Sachsen
10 Juli 2024
43 Kilometer auf dem "Jakobsweg Silberberg" im Erzgebirge
ERZGEBIRGE - Den Jakobsweg kann jeder vor seiner eigenen Haustür starten – immer dem Wegzeichen der Jakobsmuschel nach. Alex Huth, deutscher Fernsehmoderator, Autor und Sprecher absolviert einen 43 Kilometer langen Teilabschnitt im Erzgebirge, den "Jakobsweg Silberberg". Dabei entstand einen Dokumentation fürs MDR-Fernsehen.
Der Start zur sommerlichen Wallfahrt vor der Haustür führt immer wieder auf den Pilgerweg, denn die weit verzweigten Wege münden allesamt in den Hauptweg. Der Sächsische Jakobsweg führt von Bautzen in der Oberlausitz bis nach Hof im Saaletal. Alex Huth absolviert einen der interessantesten Zubringerwege zwischen Annaberg-Buchholz und Schneeberg – immer dem Wegzeichen der Jakobsmuschel nach.
Der Wegabschnitt "Jakobsweg Silberberg" führt durch Bergbaulandschaften, vorbei an hübschen Städten und malerisch gelegenen Schlössern. Alex Huth wandert gemeinsam mit Gerd Lauckner, der schon sieben Mal nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus gepilgert ist. Huth zeigt, wo der Wanderer gegen eine kleine Spende in Mehrbettzimmern übernachten kann – und was an Ausrüstung benötigt wird.
So werden verschiedene Stationen vorgestellt, wie die Kirche in Elterlein, wo Pfarrer Sieghard Löser über die „neue“ 50-prozentige Pilgerpfarrstelle berichtet. Im Ev.-Luth. Pfarramt warten im Pilgerheim 25 Betten auf die Vorbeikommenden.
In Lößnitz mit den zwei Kirchen möchte Pfarrer Raphael Weiß die Hospitalkirche St. Georg, die derzeit vornehmlich für Trauergottesdienste genutzt wird, zur Kultur- und Pilgerkirche verändern. Zum Kulturhauptstadtjahr soll mit Pilgerübernachtungsmöglichkeiten auf der Empore begonnen werden.
Im „Bergmannsdom“ St. Wolfgang in Schneeberg erklärt Pfarrer Frank Meinel die Muschel als Weg- und Erkennungszeichen für einen Pilgerweg. Kinder bekommen in St. Wolfgang eine Jakobsmuschel als Erinnerung an ihre Grundschulzeit geschenkt.
Weitere Informationen gibt es in Alberoda und in Bad Schlema verweist der im Ruhestand lebende Pfarrer Ulrich Kauk auf das 2017 errichtete Camino Pilgerkreuz.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.