Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Annen-Medaille für ehrenamtliches Engagement


16 Okt. 2020

»helfen, pflegen, fördern« - »miteinander leben, füreinander da sein«

DRESDEN - Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat am 14. Oktober ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger für ihr besonderes Engagement mit der Annen-Medaille ausgezeichnet. Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Kommunalverwaltungen schlagen dem Sächsischen Sozialministerium besondere engagierte Ehrenamtliche vor.

Unter den 20 Ehrenamtlichen ist auch Hans-Michael Latzel, der seit 2005 ehrenamtlich in der Tagespflege Dresden-Bühlau tätig ist. Dort hält er regelmäßig Andachten und versorgt die Gäste während der Zeitungsschau mit lokalen Nachrichten, historischen Ereignissen aus Dresden und Sachsen und humorvollen Beiträgen. Die Tagespflege im Ortsteil Bühlau befindet sich in Trägerschaft der Diakonie Dresden. Darüber hinaus engagiert sich Hans-Michael Latzel in einer weiteren Einrichtung der Altenhilfe.
„Wir sind froh, dass Menschen wie Hans-Michael Latzel ihre Freizeit bei der Diakonie Dresden für Menschen einsetzen, die Hilfe benötigen. Auch für unsere Teams ist das eine große Unterstützung,“ sagt Thomas Slesazeck, Geschäftsführer der Diakonie Dresden.

Unter den geehrten Personen sind weiterhin Heike Domsch aus Frauenstein, die vielseitige Kinder- und Jugend- sowie Generationenarbeit in der Kirchgemeinde leistet. Sie ist Leiterin der "Jugendscheune", ein Treffpunkt und Veranstaltungsraum für generationsübergreifende Angebote mit Musik-, Theater- und Filmprojekten des Ev.-Luth. Kirchspiels. Es werden handwerkliche Techniken unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten vermittelt sowie die Selbstwahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen durch Workshops, Gesprächsangebote und erlebnispädagogische Elemente gefördert.

Aus Niesky bekam Johann Heinrich die Annen-Medaille, weil er in der schwierigen Zeit des Lockdown das Pflegeheim der Diakonissenanstalt EMMAUS in der unterstützte. Er gab Hilfestellung für Alltägliches, übernahm Botendienste für die BewohnerInnen und stellte sich als Chauffeur zur Verfügung. Seine Auszeichnung steht stellvertretend für viele Engagierte, die während der Corona-Pandemie spontan ihre Hilfe angeboten haben.

Weiterhin wurde Margit Heinrich aus Zittau für die Begleitung von Kranken, Sterbenden und Angehörigen gedankt und geehrt. Sie bietet seit 2013 ehrenamtlich in Schulen Projektunterricht »Hospiz macht Schule« an.
Der Diakon Peter Koch aus Moritzburg wurde für seinen Dienst als aktiver Seniorenbegleiter sowie für seine rege Tätigkeit im Kirchenbauverein und weiterer Aktivitäten im kirchlichen Bereich ausgezeichnet.

Zur Annen-Medaille

Die Annen-Medaille wurde dieses Jahr zum 26. Mal verliehen. Jährlich erhalten bis zu 20 Bürgerinnen und Bürger aus Sachsen diese Auszeichnung, weil sie sich herausragend und langjährig für andere Menschen engagieren und einsetzen.

Die Medaille wurde 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« gestiftet. Sie ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt.

Zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen«

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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