Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Angebote rund um den Jakobstag
22 Juli 2019
Fotoausstellung vom Jakobsweg in der Jakobikirche
CHEMNITZ – Zum Jakobstag (25. Juli) sind wieder zahlreiche Pilger auf dem Sächsischen Jakobsweg unterwegs. Die St. Jakobikirche in Chemnitz ist der Tradition des Jakobstages verpflichtet. Sie liegt auf dem Jakobsweg und wird regelmäßig von Pilgern besucht, die dort Pilgerstempel erhalten können. Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ werden rund um den 25. Juli mehrere Veranstaltungen angeboten, in Kooperation mit den Chemnitzer Jakobspilgern e.V. und dem Evangelischen Forum.
So erklingt an diesem Donnerstag um 18:00 Uhr in der Stadtkirche St. Jakobi Chemnitz eine Vesper mit Musik mit Geistlichen Liedern und Arien für Bass und Orgel. Tags darauf am Freitag um 18:00 Uhr hält der Chemnitzer Jakobspilger Siegfried Bayer einen Vortrag zu spätmittelalterlicher Frömmigkeit in und um die Stadtkirche St. Jakobi unter dem Titel „zcu ewiger seligkeyth trost und hulffe der selen“.
Am 27. Juli wird zum Pilgern auf dem „Jakobsweg Böhmisches Erzgebirge“ eingeladen. Es wird die 15 Kilometer auf dem Abschnitt von Bärenstein (Grenze) über Königswalde nach Annaberg-Buchholz gewandert. Dieser neu erschlossene Pilgerweg (Kadaň – Vejprty – Annaberg-Buchholz) bringt die Pilger aus Tschechien zum Hauptweg, dem Sächsischen Jakobsweg an der Frankenstraße.
Zwei Tage zuvor, am 25. Juli, erfolgt im Rahmen des 6. Pilgermarathons die Eröffnung dieses grenzüberschreitenden Abschnitts des Jakobsweges Silberberg von der Partnerstadt Aue-Bad Schlema, Kadaň in Tschechien, nach Annaberg Buchholz. Der Interessenkreis Jakobsweg Silberberg lädt zur Wanderung vom tschechischen Kadaň in das 33 Kilometer entfernte sächsische Bärenstein ein.
In der Chemnitzer St. Jakobikirche präsentiert noch der Verein Sächsischer Jakobspilger e.V. noch bis zum 12. August 2019 die Fotoausstellung „Auf dem Jakobsweg von Sachsen nach Santiago“. Die Bilder sind auf Pilgerreisen entlang des Jakobswegs vom Chemnitzer Jakobspilger Falk Ritter aufgenommen worden.
Die St. Jakobikirche ist täglich von 11:00 bis 15:00 Uhr geöffnet, dienstags bis donnerstags von 11:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.