Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Amtseinführung von Superintendentin Lammert
24 Jan. 2022
Wechsel von der Oberlausitz in die Sächsische Schweiz
PIRNA – In der imposanten Pirnaer Stadtkirche St. Marien wurde am gestrigen Sonntag, 23. Januar, um 14:00 Uhr in einem Gottesdienst Superintendentin Brigitte Lammert (49) durch Landesbischof Tobias Bilz und unter Teilnahme zahlreicher Amtskolleginnen und –kollegen sowie Besuchern feierlich eingeführt. Mit Dienstantritt Anfang des Jahres folgte sie in der geistlichen Leitung des Kirchenbezirkes Pirna auf ihre Vorgängerin Uta Krusche-Räder, die bereits im Sommer 2020 in den Ruhestand ging. Seit der Ernennung Krusche-Räders 2006 als erste weibliche Superintendentin in Sachsen hat sich einiges geändert. So tritt Superintendentin Lammert ihr Amt als derzeit vierte Superintendentin unter den leitenden Geistlichen der 16 sächsischen Kirchenbezirke an.
Lammerts Wechsel von der Oberlausitz nach Pirna erfolgte nach ihrer Verabschiedung am 3. Advent in der Neugersdorfer Kirche im Kirchspiel Oberes Spreetal (Kirchenbezirk Löbau-Zittau). In der Spreequellstadt tat sie 19 Jahre Dienst, bevor sie im letzten Jahr im Kirchenbezirk Pirna gewählt und anschließend von der Kirchenleitung ernannt wurde.
Ursprünglich stammt Brigitte Lammert aus Görlitz, wo sie 1972 geboren wurde und auch aufwuchs. Nach dem Abitur 1990 studierte sie Evangelische Theologie an der Universität Leipzig. Nach dem bestandenen Ersten Theologischen Examen 1998 in Berlin absolvierte sie ihr Vikariat ab 1999 zunächst in Reichenbach, später dann in Görlitz.
Nach dem Zweiten Theologischen Examen und mit ihrer Ordination übernahm Brigitte Lammert als Pfarrerin 2003 die Pfarrstelle in Neugersdorf, die sie bis 2020 innehatte. Im neugebildeten Kirchspiel Oberes Spreetal übernahm sie 2021 die Pfarramtsleitung. Seit 2011 war sie stellvertretende Superintendentin des dortigen Kirchenbezirks. Von 2012 bis 2014 nahm sie an der Weiterbildung „Führen – Leiten – Entwickeln“ teil. Seit 2020 ist Brigitte Lammert gewähltes Mitglied der 28. Landessynode. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Der Kirchenbezirk Pirna hat fast 20.000 Gemeindeglieder in 20 Kirchgemeinden. Mit der Übernahme ihres Amts ist zugleich die erste Pfarrstelle im Kirchgemeindebund „Oberelbe Pirna“ verbunden.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.