Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Altjahresabend


30 Dez. 2020

Losung: „Der HERR hört mein Flehen; mein Gebet nimmt der HERR an" (Ps.6,10)

DRESDEN - Die sächsischen Kirchgemeinden laden am 31. Dezember traditionell zu Gottesdiensten und Andachten ein, um am Altjahresabend noch einmal das zurückliegende Jahr Revue passieren zu lassen, sich mit Dank an die schönen Dinge zu erinnern, aber auch die schmerz- und leidvollen Erlebnisse in das Gebet mit einzuschließen. Gerade in diesem Jahr wird es um Verluste und Trennungen gehen, die viele unerwartet getroffen haben.

Das Gedenken an Verstorbene an diesem Abend wird noch einmal vor Augen führen, dass viele Trauerfeiern coronabedingt nur unter ganz beschränkten Bedingungen im engsten Familienkreise stattfinden mussten. Häufig war ein gemeinsamer Abschied mit Freunden und Bekannten aus nah und fern in der gewohnten Weise nicht möglich. Der verwehrte Zugang zu nahen Verwandten in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern stellte und stellt eine hohe emotionale Belastung dar.

Auch die Gottesdienste und Andachten an diesem Tag der Einkehr können nur eingeschränkt und unter den strengen Hygieneschutzregeln stattfinden, geben aber im gebotenen Rahmen Gelegenheit, sich des Vergehens,  aber auch der Hoffnung im Wachsen und Werden bewusst zu werden. Somit sind diese Feiern im Übergang zum Neuen Jahr immer auch Trost, Beistand durch die Gemeinschaft und Ort der Zuversicht für einen gesunden und gesegneten Neubeginn nach dem Jahreswechsel.

Der sonst übliche klangvolle Übergang mit Pauken und Trompeten in die Silvesternacht und zu den normalerweise gut besuchten Neujahrsgottesdiensten wird aufgrund der pandemischen Entwicklung am Jahreswechsel nicht möglich sein. Vielmehr werden Abstandgebote, meditative Klänge, Orgelmusik und der Zuspruch des Pfarrers und der Pfarrerin die Feiern im üblichen Dreiklang von Gottesdiensten am Altjahresabend, den Spätandachten zum Jahreswechsel und den Neujahrgottesdiensten am Vormittag des 1. Januar prägen.

Gerade die großen Kirchen in den Innenstädten haben hier eine lange Tradition, Einheimische und touristische Gäste zu begrüßen und zu begleiten. In diesem Jahr mit kleinerer Besetzung und Besucherzahl, wird es beispielsweise in der Dresdner Frauenkirche am Altjahresabend um 18:00 Uhr einen Gottesdienst und um 23:00 Uhr eine Andacht zum Jahreswechsel geben.  Der vielbeachtete ZDF-Neujahrsgottesdienst aus der Frauenkirche wird allerdings pandemiebedingt entfallen. Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke wird alternativ als Botschafterin am Gottesdienst in Frankfurt/Main mitwirken.

In der Dresdner Kreuzkirche werden am 31. Dezember die Vesper und die Silvesterkonzerte entfallen. Stattdessen findet um 21:00 Uhr eine Silvesternachtmusik mit Segensgebet statt. Dafür wird am 1. Januar um 17:00 Uhr zum Gottesdienst und am 2. Januar um 17:00 Uhr zu einer Vesper eingeladen. Weitere Gottesdienste am Altjahresabend sind um 17:00 Uhr u.a. in der Lukaskirche sowie in der Dresdner Neustadt in der Dreikönigskirche und der Martin-Luther-Kirche.

In Leipzig beginnt der Altjahresabend um 13:30 Uhr mit der Silvestermotette in der Thomaskirche. Ebenfalls nur mit Online-Anmeldung beginnt der Gottesdienst um 18:00 Uhr. Das Silvesterkonzert wird ab 21:00 Uhr nur über den YouTube-Kanal der Thomaskirche zu erleben sein.
Der Gottesdienst in Leipzig-Neustadt (Heilig-Kreuz-Kirche) beginnt bereits um 15:00 Uhr und in der Nikolaikirche um 17:00 Uhr.

In Chemnitz findet ein zentraler Silvestergottesdienst in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi um 14:00 Uhr statt. Zur gleichen Zeit werden die Schloßkirche sowie die St. Petrikirche für persönliche Andacht und stilles Gebet offen gehalten. In die Kreuzkirche auf dem Kaßberg wird um 18:00 Uhr zu einem Gottesdienst und im Gemeindezentrum Chemnitz-Markersdorf um 23:30 zu einer Jahresschlussandacht eingeladen.

Zu weiteren Gottesdiensten oder Andachten mit Musik und Meditation zum Altjahresabend laden u.a. Kirchen in Annaberg-Buchholz, Aue, Auerbach, Bautzen, Ebersbach, Freital, Meißen, Plauen, Radebeul, Riesa und Weinböhla. In anderen Gemeinden öffnen die Kirchen für Gebet und persönliche Andacht die Kirchen.
Das Organisten-Duo Markus und Pascal Kaufmann schickt per Video-Clip über die Kirchgemeinde Lichtenstein einen musikalischen Neujahrsgruß.

Selbst das Friedenslicht von Bethlehem stieß auf dem Weg an Grenzen, überwand sie durch Solidarität, durch tragende Hände und strahlt Hoffnung in die Herzen.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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