Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Aktion Dreikönigstag 2019
04 Jan. 2019
Es soll ein Kindergarten in Pandur unterstützt werden
LEIPZIG - Rund um den Epiphaniastag, 6. Januar, ist es wieder soweit, und die Kurrende- und Kindergruppen erfreuen mit ihrem Singen die Menschen in den Städten und Dörfern. Seit 1991 lädt das Leipziger Missionswerk Gemeinden in ihren Trägerkirchen ein, dabei Spenden für ein Projekt in der indischen Partnerkirche zu sammeln.
Neben der eigentlich katholischen Tradition der Sternsinger mit der Erteilung des Haussegens gibt es somit in Sachsen und Thüringen auch in lutherischen Gemeinden das Dreikönigssingen. Einige Kurrenden ziehen am Dreikönigstag singend von Haus zu Haus und sammeln Geld für soziale Projekte.
Das Jahr 2019 ist für die Tamilische Evangelisch-Lutherische Kirche ein ganz besonderes Jahr: Sie blickt auf 100 Jahre selbständige Kirchengeschichte zurück, die am 14. Januar 1919 begonnen hat.
Viele der von der Mission gegründeten Einrichtungen gingen von da an in die Verantwortlichkeit der einheimischen Kirche über. Dabei hatten die meisten der Kinderheime schon eine lange Vorgeschichte, die weit ins 19. Jahrhundert hineinreicht und von großem Engagement für die Kinder aus armen kastenlosen Familien geprägt war. Dieses Engagement ist heute noch genauso wichtig wie damals.
In diesem Jahr soll für die Arbeit mit Kindern in Pandur, das im Norden von Chennai (früher Madras) liegt, gesammelt werden. Der Kindergarten bietet dort für 25 Kinder ein tägliches Zuhause, in dem sie ein warmes Mittagessen erhalten, spielen, basteln und musizieren können. In dem großen Garten lässt sich herrlich spielen und toben. Regelmäßig unterstützen weltwärts-Freiwillige aus Deutschland die pädagogische Arbeit der einheimischen Fachkräfte.
Im Januar 2018 kamen für das von Schwester Hiltrud Fichte begründete Projekt „Liebesblume“ (Anbumalar Day Care Centre) in Mayiladuthurai im südindischen Tamil Nadu im Rahmen der Aktion Dreikönigstag 5.712,82 Euro zusammen.
Unabhängig vom Dreikönigssingen können spenden auf das Spendenkonto bei der LKG Sachsen, Bank für Kirche und Diakonie eG überwiesen werden:
BIC: GENODED1DKD und IBAN: DE37 3506 0190 1608 7000 10.
Aktionsnummer an: 310 003 64
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.