Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Älteste Glasmalerei im Meißner Dom


13 Sept. 2023

Die rund 750 Jahre alten Glasfenster wieder im Hohen Chor eingebaut

MEISSEN – Einige für eine Untersuchung und Restaurierung ausgebauten Fenster im Dom zu Meißen wurde gestern, 12. September, wieder an ihrem angestammten Platz montiert.  Die mittelalterlichen Glasfenster vom Hohen Chor des Meißner Doms sind die ältesten erhaltenen Glasmalereien im Freistaat. Ihre kunsthistorische Bedeutung reicht nach Ansicht der Wissenschaftler weit über die Landesgrenzen hinaus.

Die vor vier Wochen ausgebauten Fenster wurden im Rahmen des internationalen Langzeitvorhabens „Corpus Vitrearum Medii Aevi“ (CVMA) auf einem Lichttisch untersucht. Ein Team der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) erfassten ihren Zustand und die Besonderheiten und dokumentierten sie fotografisch. Dies bot Gelegenheit, notwendige konservatorische Maßnahmen zu integrieren, die bei Vorarbeiten zum Projekt für nötig befunden worden waren. Nach Abschluss aller Maßnahmen wird eine ausführliche Dokumentation erstellt, die 2025 erscheint.

Die digitale Aufarbeitung eröffnet nach Abschluss des Projektes neue Möglichkeiten für den Dom zu Meißen, um diese einzigartigen Malereien den Dombesuchern auch im Detail anschaulich zugänglich zu machen.

Der einzigartige Schatz mittelalterlicher Glaskunst im Dom zu Meißen umfasst unter anderem 19 Glasmalereifelder aus der Zeit um 1270 im Chorscheitelfenster des Hohen Chores sowie weitere zwölf Glasmalereien aus dem 14. Jahrhundert in den Fenstern der Allerheiligenkapelle.

Zusätzlich zur konservatorischen Maßnahme wurde vor dem Wiedereinbau der Glasmalereifelder die Außenschutzverglasung von Mitarbeitern der Dombauhütte Meißen gereinigt, um die Kunstwerke optimal zu schützen und in voller Pracht erstrahlen zu lassen.

Das CVMA-Projekt wird aus Eigenmitteln der Projektteilnehmer und Zuwendungen finanziert. Die für die konservatorischen Maßnahmen an den Glasmalereien im Meißner Dom benötigten Mittel von insgesamt rund 15.000 Euro stellen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und der Dombauverein Meißen e.V. zur Verfügung.

Zur Webseite Corpusvitrearum

Restauratorin Kathrin Rafoth und Mitarbeiter Michael Görlach beim Einbau der 20 kg schweren Glassegmente

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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