Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Achter Studientag für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Ehrenamtliche im Verkündigungsdienst


21 Jan. 2026

LEIPZIG -  Zum achten Mal fand Mitte Januar der Studientag an der Theologischen Fakultät Leipzig für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Ehrenamtliche im Verkündigungsdienst statt. Für viele Pfarrerinnen und Prädikanten ist die eintägige Veranstaltung ein fester Termin im Jahr geworden.

Am 19. Januar kamen so rund 100 Interessierte zusammen, um über das Bekenntnis im Luthertum nachzudenken. Das Institut für Kirchengeschichte hatte in diesem Jahr das Thema gesetzt und damit einen Nerv getroffen: Eine kurze Abfrage zu Beginn der Veranstaltung zeigte, dass viele Teilnehmende nicht nur von der Institution »Studientag«, sondern ausdrücklich vom Thema angelockt worden waren.

Drei Vorträge spannten an diesem Tag den Bogen von der Antike bis in die Gegenwart: Prof. Dr. Baumann (Erfurt) erläuterte in seinem Vortrag die theologischen und auch politischen Motive, die zur Entstehung des Bekenntnisses von Nicäa geführt hatten. Prof. Kohnle (Leipzig) entwickelte in seinem Vortrag eine Kriteriologie zu »bekennen« und »Bekenntnis« bei Martin Luther aus einer zusammenschauenden Analyse von Äußerungen des Reformators zum Thema. Prof. Fitschen (Leipzig) zeichnete die unterschiedlichen Funktionen und die kirchlichen Diskussionen zu bekennen und Bekenntnis in der jüngeren Kirchengeschichte nach, beginnend in der Zeit des Konfessionalismus und der kirchlichen Unionsbestrebungen über die Zeit des Nationalsozialismus und der Bekennenden Kirche bis in die Gegenwart hinein.

In verschiedenen Workshops, u.a. zur Leuenberger Konkordie, zum Augsburger Bekenntnis, zur Frage nach dem »Status Confessionis« oder zum Apostolikumsstreit erfolgten weitere historische und auch systematisch-theologische Vertiefungen.

Der Studientag wird seit 2018 gemeinsam von Landeskirche und Theologischer Fakultät veranstaltet. Aktuelle wissenschaftliche Debatten und Ergebnisse der jüngeren theologischen Forschung, werden im Rahmen einer eintägigen Fortbildungsveranstaltung mit den Fragen des Verkündigungsdienstes ins Gespräch gebracht werden.

Zielgruppe sind Pfarrpersonen und Ehrenamtliche im Verkündigungsdienst. Bisherige Themen waren: Schrifthermeneutik (2018); neuere Jesusforschung (2019); Luthers Hauptschriften (2020), Religion und Öffentlichkeit (2022), Kirche der Zukunft – Zukunft der Kirche (2023), das Alte Testament als Widerstandsliteratur (2024) sowie Pneumatologie und Neues Testament (2025). In ökumenischer Verbundenheit findet die Veranstaltung in der neuen Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig statt.

Prof. Kohnle (Mitte) und Prof. Fitschen (rechts)
Teilehmerinnen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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