Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Abschlussgottesdienst beim Klima-Pilgerweg


09 Dez. 2018

„Enkelgerechte Welt“ Klimapilger fordern Weltklimakonferenz zur Bewahrung der Schöpfung auf

KATOWICE - Für die Bewahrung der Schöpfung: Nach 92 Tagen und 1.883 gelaufenen Kilometern von Bonn bis Katowice haben die Klimapilgerinnen und Klimapilger bei der 24. Weltklimakonferenz von den Politikern der Welt und insbesondere Deutschlands mehr Klimagerechtigkeit für andere Regionen und künftige Generationen eingefordert.

Dazu brauche es vor allem mehr Mut: „Es ist allerhöchste Zeit, dass die Politiker was tun für eine enkelgerechte Welt!“, forderte Langzeitpilger Wolfgang Löbnitz, einer der Initiatoren des 3. Ökumenischen Pilgerweges für Klimagerechtigkeit. Er stellte heute gemeinsam mit Langzeitpilger Jens Knölker im zentralen Veranstaltungszentrum „Climate Hub“ im Zentrum von Katowice den Pilgerweg und seine Forderungen offiziell vor.

Hier trafen sich Klimapilger aus aller Welt (Philippinen, Deutschland, Norwegen, Niederlande, Schweden u.v.m.), darunter auch Yeb Sano mit einer Gruppe von Klimapilgern aus Rom. Er war früherer Verhandlungsleiter für die Philippinen bei den UN-Klimakonferenzen. „Es ist ein Fakt, dass Deutschland schon heute komplett aus der Kohle aussteigen könnte, weil wir schon heute zu viel Strom produzieren und diesen exportieren. Wir brauchen den Kohlestrom nicht – das haben uns unterwegs Wissenschaftler und Politiker bestätigt, ist Wolfgang Löbnitz überzeugt. Ein reiches Land wie Deutschland habe alle Mittel zu einem schnellen und auch gerechten Ausstieg.

„Deutschland war mal Vorreiter, doch nun verfehlt es sowohl das nationale wie auch das EU-Klimaschutzziel für 2020“, ergänzte Klimapilger Jens Knölker. „Unser Weg hat deutlich gezeigt, dass die Menschen oft schon viel weiter sind als die Politiker. Nur die Politiker haben zu viel Angst. Habt mehr Mut! Sprecht mit den Menschen! Der deutsche Klimaschutz muss sofort wieder auf Kurs gebracht werden!“

Die beiden Pilger stellten im Climate Hub den 3. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit in Wort und Bild vor. Sie erzählten sowohl von den „Schmerzpunkten“ des Weges, von zerstörten Dörfern, verheerten Landschaften, entwurzelten Menschen in den großen deutschen Braunkohle-Revieren. Sie stellten auch „Kraftorte“ vor, so beispielsweise Anlagen für nachhaltige Energiegewinnung, Gespräche mit engagierten Schülerern, Treffen mit Umweltgruppen und vielen spirituellen „Kraftspendern“ wie Andachten, angeregtem Austausch und Stille-Zeiten.

Seinen feierlichen Abschluss fand der Pilgerweg am Sonntagnachmittag mit einem großen Ökumenischen Abschluss-Gottesdienst in der Christkönigskathedrale in Katowice. Hier begrüßte Wiktor Skworc, Erzbischof von Kattowitz, die Pilger zum „wichtigsten spirituellen Ereignis während des Klimagipfels COP 24“. Gemeinsam mit Anders Wejryd, dem Präsidenten für Europa im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), feierten sie einen bewegenden Gottesdienst in polnischer und englischer Sprache. In seiner Predigt forderte Erzbischof Skworc zum Wandel auf: „Lasst uns das Gesicht der Erde verändern, in uns und durch uns!“

Klima-Pilger in Katowice angekommen
2. Ökumenischer Pilgerweg erreicht Weltklimakonferenz COP 24: Juliana Klengel Koordinatorin des Pilgerwegs (2.v.l.), Christine Müller (Initiatorin und Pilgerin (6.v.r.) und die Langzeit-Wolfgang Löbnitz (4.v.l.), Wolfgang Eber (5.v.l.) und Jens Knölker (4.v.l.)
Zentrales Veranstaltungszentrum „Climate Hub“
Zentrales Veranstaltungszentrum „Climate Hub“
Abschluss-Gottesdienst in der Christkönigskathedrale
Abschluss-Gottesdienst in der Christkönigskathedrale

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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