Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Abschluss der Landeskirchenmusiktage
27 Okt. 2019
Besondere Konzerte, profilierte Gäste, praxisnahe Seminare
DRESDEN - Mit einem beeindruckenden Fest- und Sakramentsgottesdienst am Sonntag, 27. Oktober, in der Dresdner Kreuzkirche gingen die fünftägigen Landeskirchenmusiktage 2019 zu Ende. In dem reich an kirchenmusikalischer Begleitung gestalteten Gottesdienst erklangen Lieder und Musik in Kompositionen und Bearbeitungen ehemaliger Rektoren (Christoph Albrecht, Wolfram Zöllner) der Kirchenmusikschule/Hochschule für Kirchenmusik Dresden sowie von Dozenten wie Herbert Gadsch, Matthias Drude, Marcus Steven und Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart. Zu hören waren auch Teile aus der Messe 2018 von Michael Schütz. Ein großer Chor aus Sängerinnen und Sänger der beiden Dresdner Kirchenbezirke setzten von der vollbesetzten Empore unterhalb der Orgel das klangliche Fundament im zweistündigen Gottesdienst. Begleitet und ergänzt wurde er durch Kreuzorganist Holger Gehring an der Jehmlich-Orgel und einem Posaunenchor.
Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel predigte über das Heilungswunder am Teich von Betesda, wo Jesus einen Lahmen gesund machte, der nach 38 Jahren nicht die Kraft hatte, einen Platz in dem Teich zu bekommen. Immer, wenn ein Engel Gottes das Wasser mit seinen Flügeln berührte ging eine Heilwirkung aus. Durch Jesus konnte der zuvor Gebrechliche unabhängig davon aufstehen und ging in den Tempel. Dr. Daniel erläuterte, dass die Zeitangebe nicht zufällig sei, denn 38 Jahre habe die Wüstenwanderzeit für die Israeliten von Ägypten ins verheißene Land gedauert. Immer wenn sich die Verheißung an diesem Teich auftat, setzte ein Wettlauf der Menschen nach dem Heil ein.
Bei der Betrachtung aus heutiger Sicht, würden wir es eher anderen zuschreiben, als uns, wo wir gelähmt seien. Am Ende stand der Lahme fest da, weil er seine Stimme erhob. Er habe seine Sehnsucht ausgesprochen, dass er Hilfe brauche, so, wie unsere Sehnsucht nach Frieden und Freiheit auch die Stimme erheben sollte. Wir bitten in Krankheit und Tod und hofften auf ihn. Die Sehnsucht lässt alle einstimmen. Es bedarf keines Wettlaufes mehr. Unterschiedliche Meinungen könnten eine Stimme ergeben. Jeder in seiner Tonlage könne den Ton stützen, sagte Dr. Daniel angesichts der vielen Stimmen im Gottesdienst. Der Kern und das Fazit seien, dass es nicht nur darum gehe gesund zu sein, sondern im biblischen Sinne heil zu sein.
Zum Ausgang des Gottesdienstes richtete Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger seinen Dank an alle Helfer und Organisatoren, die nach einer dreijährigen Vorbereitungszeit diese Landeskirchenmusiktage möglich machten. Er dankte allen Unterstützern, den vielen Teilnehmenden und den Besucher und Gästen der Veranstaltungen. Er hob die Bedeutung der Kirchenmusik und ihre Bildungsverantwortung hervor. Die Aus- und Fortbildung der Kirchenmusiker sei so wichtig, wie auch der Glaube und die Kirche nicht ohne Wissen und Bildung auskämen. Die Kirchenmusik sei eine klangliche Äußerung des Glaubens mit Christus, sagte er. Damit sei Musik durch verantwortete Kirchenmusik gelebter und erfahrbarer Glauben. „Die Freude dieser Tage nehmen wir mit und geben sie an alle weiter“, so der Landeskirchenmusikdirektor.
Die gestrige Vesper in der Kreuzkirche bildete den musikalischen Höhepunkt der von der sächsischen Landeskirche ausgerichteten Landeskirchenmusiktage, die vom 23. bis zum 27. Oktober in Dresden stattfanden. Zu den Seminaren, Konzerten, dem Chorprojekt und den Begegnungen der letzten Tage hatten sich 250 Studierende und Ehemalige der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus ganz Sachsen und darüber hinaus sowie weitere Interessierte angemeldet. Mit den Landeskirchenmusiktagen beging die Hochschule für Kirchenmusik Dresden zugleich ihr 70-jähriges Jubiläum.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.