Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Abschied vom Alt-Thomaskantor
11 Feb. 2022
Dankbarkeit für glanzvolle Entwicklung des Thomanerchores
LEIPZIG - In der Thomaskirche Leipzig nahmen am 10. Februar 2022 die Familie, musikalische Wegbegleiter, die Gemeinde St. Thomas und der THOMANERCHOR Leipzig Abschied von Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller. Die Ansprache im Trauer-Gottesdienst hielt Pfarrer i.R. Christian Wolff. Der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig würdigte die besonderen Verdienste des Alt-Thomaskantors um die internationale Reputation der Musikstadt Leipzig.
„Georg Christoph Billers besonderer Verdienst ist die gesteigerte internationale Reputation des Thomanerchores und der Musikstadt Leipzig durch erfolgreiche unvergessene Konzertreisen in aller Welt und glanzvolle Musikproduktionen und die Ausgestaltung so vieler festlicher Anlässe. Wir verneigen uns vor dem Leben und Schaffen Georg Christoph Billers und sind zutiefst dankbar für eine vertrauensvolle und glückhafte Zusammenarbeit, für sein Beharren auf dem Besten, für die glanzvolle Entwicklung des Thomanerchores und seine unermüdliche tägliche künstlerische Arbeit.“ Burkhard Jung Oberbürgermeister der Stadt Leipzig während seiner Ansprache.
Die Plätze für den Trauergottesdienst waren aufgrund der aktuellen Corona-Regeln limitiert. Knapp 300 Teilnehmer, unter ihnen der Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus Sebastian Gemkow, die Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur Dr. Skadi Jennicke, Tomoko Masur, die Witwe des ehemaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur und weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Viele Leipziger waren darüber hinaus der Einladung gefolgt, auf dem Thomaskirchhof über eine live Ton-Außenübertragung am Trauergottesdienst teilzunehmen. Die Beisetzung fand im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Leipziger Südfriedhof statt.
Unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize musizierte der THOMANERCHOR Leipzig zusammen mit dem Gewandhausorchester. Des Weiteren sangen der GewandhausChor und Leitung von Gregor Meyer und das Leipziger Vocalensemble unter Sebastian Reim. Beide Chöre hatte Georg Christoph Biller selbst geleitet.
„Ich hatte die große Ehre Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller persönlich kennenzulernen und in den vergangenen Monaten in einem engen Austausch mit ihm gestanden zu haben. Seine Wertschätzung und der unbändige Drang zur Pflege der Bachschen Musik war außergewöhnlich und seine Arbeit mit dem Thomanerchor von großer Bedeutung für die Musikstadt Leipzig. Georg Christoph Biller hat nicht nur den Thomanerchor musikalisch reich beschenkt, von seinem musikalischen Wirken werden noch viele Generation profitieren und daraus Gewinn ziehen können.“ So Thomaskantor Andreas Reize im Anschluss an den Trauergottesdienst.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.