Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Abschied und Aufbruch: Das Evangelische Predigerseminar Wittenberg erneuert sich


22 Apr. 2026

DRESDEN I WITTENBERG - Das 1816 gegründete Predigerseminar Wittenberg bildet seit über zwei Jahrhunderten Theologinnen und Theologen für den Dienst an Wort und Sakrament aus – am Ursprungsort der Reformation. Getragen von der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) wirken hier die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland sowie die EKU-Stiftung gemeinsam daran, das theologische Erbe von Luther, Melanchthon und Bugenhagen lebendig zu halten und Wittenbergs ökumenische Ausstrahlung zu stärken.

Andacht zum Ende der Wegstrecke

In diesem Jahr geht eine langjährige Kooperation zu Ende: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat ihren Vertrag nicht verlängert, mit dem sie bisher die Ausbildung organisiert hat. Bis zum Frühjahr 2026 schließen die letzten sächsischen Vikarinnen und Vikare ihre Ausbildung in Wittenberg ab.

Am Samstag, den 25. April, um 18:00 Uhr wird das Ende dieser gemeinsamen Wegstrecke in der Schlosskirche geistlich begangen. Bischof Dr. Christian Stäblein (Kuratoriumsvorsitzender), Bischof Frank Kopania (UEK) und Landesbischof Tobias Bilz feiern gemeinsam mit dem Predigerseminar und Gästen eine Andacht – ein Abschied in Würde und mit dem Gebet um Segen für künftig veränderte Wege in der Ausbildung.

Direktorin Birgit Neumann-Becker: »Die Kirchen im Osten Deutschlands sind in einer Minderheitensituation mit gleichen historischen Rahmenbedingungen und eng miteinander verbunden. Der Austausch wird fehlen. Gemeinsamkeiten bleiben bestehen.« Die darüber hinaus reichenden vielfältigen Verbindungen zwischen den ostdeutschen Kirchen bleiben davon unberührt.

Mit dem strukturellen Einschnitt gehen personelle Veränderungen einher.
Am 26. April um 15:00 Uhr werden Studienleiter Pfarrer Stefan Günther (zugleich langjähriger stellvertretender Direktor), Studienleiter Pfarrer Oliver Fischer und Studienleiterin Pfarrerin Dr. Barbara Zeitler in einem festlichen Gottesdienst in der

Schlosskirche zu Wittenberg verabschiedet. Im Anschluss lädt das Predigerseminar zu einem Empfang ein.

Gleichzeitig bricht Neues auf: Ab Mai beginnen 37 Vikarinnen und Vikare ihre Ausbildung im neu aufgestellten Kurssystem. Vier neue Studienleiterinnen und Studienleiter wurden berufen: Pfarrerin Jasmin El-Manhy, Pfarrer Olaf Trenn, Pfarrerin Ann-Sophie Wetzer und Pfarrerin Dr. Miriam Wojakowska. Ihre Einsegnung für den neuen Dienst findet im September statt.

Bereits am Predigerseminar tätig ist Direktorin Birgit Neumann-Becker sowie Kantor Philipp Spielmann als Studienleiter und als Kantor an der Schlosskirche, zunächst noch gemeinsam mit KMD Ulrich Hirtzbruch.

Damit ist das neue Team am Predigerseminar aufgestellt und beginnt seine Arbeit.

Die vor 210 Jahren am Evangelischen Predigerseminar Wittenberg begonnene Ausbildung geht weiter – mit neuer Struktur, neuem Kollegium und dem bleibenden Auftrag: eine gute Vorbereitung auf den Pfarrdienst in sich wandelnden Gemeinden und Kirchen.

Direktorin Birgit Neumann-Becker: »Wo Luther den Mut fand, neu zu denken, lernen auch heute Theologinnen und Theologen, Kirche mutig in die Zukunft zu denken. Reformation war nie Stillstand. Wittenberg auch nicht.«

Predigerseminar mit Schlosskirche (Foto: Evangelisches Predigerseminar Lutherstadt Wittenberg)
Direktorin Birgit Neumann-Becker (Foto: Barbara Franke)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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