Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Absagen von größeren Veranstaltungen


29 Apr. 2020

Anliegen der Treffen nicht an Gültigkeit und Bedeutung verloren

DRESDEN – Neben Absagen von zahllosen Gottesdiensten, Konzerten und besonderen Einzelveranstaltungen in den Kirchgemeinden durch die Corona-Pandemie, standen auch schnell größere Ereignisse auf der Kippe und mussten letztlich ebenfalls abgesagt werden. Alles spricht derzeit dafür, dass Großereignisse bis Ende August nicht stattfinden können.

Aus diesem Grund werden insbesondere Veranstaltungen nicht durchgeführt, die einen größeren Einzugsbereich von Mitwirkenden und Gästen zur Voraussetzung haben. Am 8. Mai, zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges vor 75. Jahren, sollte im Dreiländereck in Zittau ein Ökumenischer Gottesdienst unter Teilnahme von Gästen aus den schlesischen und böhmischen Nachbarregionen stattfinden. Die sächsische Landeskirche lud dazu ein, diesen Anlass mit Dankbarkeit für den Frieden in diesem Land und mit der Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung zu begehen. Dazu wurde für die Kirchgemeinden ein Materialheft erstellt. Trotz der Corona bedingten Absage hat das Anliegen nicht an Gültigkeit und Bedeutung verloren. Deshalb können eine Predigtmeditation, liturgische und musikalische Bausteine für einen Gottesdienst und auch Ideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Thema auch weiterhin als Anregungen für den Dienst in den Gemeinden anregen.

So trifft es auch die Christlichen Begegnungstage im österreichischen Graz, die vom 3.-5. Juli 2020 Christen aus Mittel- und Osteuropa zusammenführen sollten. Die protestantischen Diasporakirchen auf dieser Begegnung sollten auch hier ihre eigene Kultur, ihre Frömmigkeit und die Erfahrungen ihrer jüngsten Geschichte sichtbar werden lassen. Auch in Sachsen war eine Beteiligung geplant und dafür geworben worden. Dann waren aufgrund des Corona-Shutdowns das österreichische Vorbereitungsteam und der international besetzte Trägerkreis praktisch über Nacht nicht mehr arbeitsfähig. Eine grenzübergreifende Einladung zu den Veranstaltungen in die Kirchen und der Stadthalle in Graz war nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die Veranstalter und die an der Vorbereitung Beteiligten zeigten ihr tiefes Bedauern für die Entscheidung. Derzeit steht noch nicht fest, wann und wo die nächsten Christlichen Begegnungstage stattfinden werden.

Ebenfalls abgesagt wurde der Begegnungstag für Aussiedler, der in diesem Jahr am 12. September nach Dippoldiswalde im Osterzgebirge einlud. Auch hier wurde die Absage sehr bedauert. Der nächste Aussiedlertag ist für den 28. August 2021 ebenfalls in Dippoldiswalde geplant. Dazu wird schon jetzt herzlich eingeladen. Gerade an diesem Tag wird des 80. Jahrestags des Stalin-Dekrets zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gedacht. Das unverschuldete Leid der damaligen Russland-Deutschen prägte Generationen von Familien in der Verbannung, Zwangsarbeit und in den Jahren danach.

Gedenken am 8. Mai bleibt und mahnt!

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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