Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

60 Jahre BROT FÜR DIE WELT


26 Nov. 2019

Eröffnung in Sachsen am 1. Advent im erzgebirgischen Zöblitz 

DRESDEN – „Brot für die Welt“ startet am 1. Dezember seine 61. Aktion. Wie im Vorjahr steht sie nochmals unter dem Titel „Hunger nach Gerechtigkeit“. Das evangelische Hilfswerk will vor allem auf die bestehenden großen Unterschiede in den Lebensverhältnissen aufmerksam machen. Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit ist in vielen Ländern für den Großteil der Menschen bittere Realität.  

Während einerseits der Reichtum auf der Welt wächst, müssen 822 Millionen Menschen hungern und 2,1 Milliarden haben keinen unmittelbaren Zugang zu sauberem Wasser. In diesem Jahr erinnert Brot für die Welt zudem an seine Gründung vor 60 Jahren. 1959 baten die evangelischen Kirchen erstmals unter dem Slogan „Brot für die Welt“ um Spenden. Es kamen in ganz Deutschland 19 Millionen Mark zusammen. Die zunächst einmalig geplante Aktion wurde durch den großen Erfolg zu einer dauerhaften Einrichtung.  

Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer: „Brot für die Welt setzt sich seit sechs Jahrzehnten für die südlichen Länder ein. Millionen Menschen erhielten Hilfe zur Selbsthilfe und fanden neuen Mut. Doch es fehlt weiter an einer gerechten Wirtschafts- und Klimapolitik sowie am Zugang zu Bildung und Arbeit. Bis Hunger und Benachteiligung besiegt und alle Menschen ein Leben in Würde führen können, ist es noch ein weiter Weg. Brot für die Welt ist bei der Finanzierung seiner Arbeit weiterhin dringend auf Spenden angewiesen.“ 

Eröffnung von Aktion Stollenpfennig am 28. November 

Brot für die Welt startet in Sachsen immer doppelt in den Advent: Zunächst eröffnen Diakonie und Landesinnung Saxonia des Bäckerhandwerks ihre 26. Aktion Stollenpfennig, deren Erlös Brot für die Welt zugute kommt. Gestartet wird in diesem Jahr am 28. November, 13:30 Uhr, in der 1. Leipziger Brotschule des Backhauses Wentzlaff. Landesobermeister Roland Ermer und Diakoniechef Bauer überreichen einen symbolischen Stollenpfennig an das Sozialprojekt TeeKeller „Quelle“. Zudem gibt Bäcker- und Konditormeisterin Jana Wentzlaff Einblicke in ihr Unternehmen.  

An der diesjährigen Aktion, die auch von der KD-Bank – Bank für Kirche und Diakonie unterstützt wird, beteiligen sich in ganz Sachsen über 530 Bäckereien, die in Hauptgeschäften und Filialen gut 1.350 Dosen für das Wechselgeld oder eine kleine Spende auf ihre Tresen stellen. Das Motto ist wie in jedem Jahr: „Wir haben Stollen, andere nicht einmal Brot!“ Zuletzt kamen knapp 30.000 Euro zusammen.  

Bundesweit startet Brot für die Welt immer am 1. Advent seine neue Spendenaktion. Für die sächsische Landeskirche wird die 61. Aktion in diesem Jahr am 1. Dezember, 10:00 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Zöblitz im Erzgebirge eröffnet. Die Predigt hält Diakoniechef Dietrich Bauer. Bereits seit einigen Wochen sind im Kirchenschiff Plakate von Brot für die Welt aus sechs Jahrzehnten zu sehen. Die Motive zeigen, wie sich die Optik und Bildersprache von Plakaten über die Jahre verändert hat und welche unterschiedlichen Themen in die Öffentlichkeit gebracht wurden. Parallel zum Eröffnungsgottesdienst ist auch ein Kindergottesdienst geplant.

Im erzgebirgischen Zöblitz eröffnete Diakonie-Direktor Dietrich Bauer in einem Gottesdienst BROT FÜR DIE WELT für Sachsen
(v.l.n.r.) Diakonie-Direktor OKR Dietrich Bauer - Peter Wentzlaff , Chef des Backhauses Wentzlaff) - Gerit Schleusener; Leiterin des Leipziger Sozialprojekts TeeKeller „Queller“, an das der Stollenpfennig übergeben wurde - Roland Ermer, Landesobermeister der Bäckerinnung, und Helmut Pestner, Referent von Brot für die Welt.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite