Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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60 Jahre Aktion Sühnezeichen Friedensdienste


30 Mai 2018

Ihr 60-jähriges Bestehen feiert die Friedensorganisation „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ am letzten Maiwochenende in Berlin. Auch viele junge Menschen aus Sachsen engagierten sich als Freiwillige der Aktion Sühnezeichen in der Versöhnungsarbeit im Ausland.

Würdigung für Versöhnungsarbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Die evangelische Friedensarbeit hat den Einsatz der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) für die Versöhnung und die Verständigung zwischen den Völkern und Religionen in der Welt gewürdigt. Die Friedensorganisation wird in diesem 60 Jahre alt und feiert dies vom 25. bis 27. Mai in Berlin mit Gästen aus dem In- und Ausland in einem Gottesdienst mit Festakt, einer Tagung zu historischen und politischen Themen und einem Ehemaligentreffen. Der Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit in der sächsischen Landeskirche, Michael Zimmermann, wird am Festakt im Französischen Dom am Sonntag teilnehmen.

„Verwurzelt im christlichen Glauben hat die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in diesen 60 Jahren einen unschätzbaren Beitrag zur Versöhnung zwischen den Menschen der vom nationalsozialistischen Deutschland überfallenen Ländern und den Deutschen geleistet“, ist Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, überzeugt. „Sei es in den Niederlanden, in Frankreich, auf dem Balkan, in Großbritannien, überall haben die Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste wertvolle Arbeit geleistet“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

Gleiches gelte für die Tätigkeit in den osteuropäischen Ländern, die gerade von den Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen in der ehemaligen DDR geleistet wurde, betont Christine Busch, die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ist Mitglied der AGDF.

„Egal, ob in Ost oder in West, die Aktion Sühnezeichen hat sich an vielen Orten mit großem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt eingesetzt“, so Christine Busch, die betont: „Viele Jugendliche haben bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste entscheidende Impulse für ihre Entwicklung erhalten, für politisches und demokratisches Engagement, für Zivilcourage und für die Gewissensbildung.“

Eine große Bedeutung käme der Arbeit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gerade in Israel zu, geben Renke Brahms und Christine Busch zu bedenken. „Seit 1961 entsendet die Aktion Sühnezeichen Freiwillige nach Israel, wo sie Opfer und Überlebende des Holocaust begleiten und mithelfen, das Bild eines anderen Deutschlands zu zeigen“, so der EKD-Friedensbeauftragte. „Angesichts des immer offener auftretenden Antisemitismus in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern ist gerade diese Arbeit in Israel von großer Bedeutung und unverzichtbar“, ergänzt Christine Busch.

Die Geburtsstunde der Aktion Sühnezeichen schlug auf der EKD-Synode 1958 in Berlin, als Lothar Kreyssig den Gründungsaufruf verlas, der noch während der Synodaltagung von vielen Mitgliedern der EKD-Synode unterzeichnet wurde. „Es war der Beginn einer beispiellosen Versöhnungsarbeit, die auf dem Bekenntnis der Schuld des nationalsozialistischen Deutschlands für großes Leid in der Welt fußte“, so die AGDF-Vorsitzende Christine Busch. Und sie ist sich sicher: „Wenn es die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste nicht schon gäbe, müsste sie gegründet werden. Die Stimme ist gerade in der heutigen Zeit nötiger denn je.“

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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