Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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30 Jahre Landesverfassung des Freistaates Sachsen


15 Mai 2022

Feierstunde im Landtag und Akademie-Tagung im Haus der Kirche

DRESDEN – In einer Feierstunde erinnert am kommenden Mittwoch, 18. Mai, der Sächsische Landtag in dessen Räumen an der Elbe an die Verabschiedung der sächsischen Verfassung vor 30 Jahren. Der heutige Standort wurde nach Errichtung des damaligen Neubaus bezogen, nachdem sich der Landtag zunächst in der Dreikönigskirche – Haus der Kirche auf Neustädter Seite konstituierte und dort auch am 26. Mai 1992 die Verfassung beschloss.

Die Verfassungsgebung in Zeiten des Umbruchs und des Neuanfangs war ein bemerkenswerter Vorgang, auf den die Evangelische Akademie Sachsen in einer Veranstaltung eine Woche später am 25. Mai um 14:00 Uhr im Haus der Kirche (Hauptstraße 23) in einem Podiumsgespräch eingehen wird. Wie zur bevorstehenden Feierstunde im Landtag, wird auch hier der frühere Landtagsabgeordnete Dr. Martin Böttger, Mitautor der Sächsischen Landesverfassung, als Zeitzeuge zu Wort kommen.

Die Landesverfassung spricht in ihrer Präambel die Friedliche Revolution und den konziliaren Prozess an und beschreibt den Staatsaufbau sowie ausgeprägt Umwelt- und Naturschutz, Grund- und Menschrechte. Diese Verfassung ist Prüfstein für die sächsische Gesetzgebung. Der Beitrag der Kirchen zur ethischen Urteilsbildung, sichtbar im Verfassungstext, wird ebenfalls in der Veranstaltung angesprochen.

30 Jahre später befindet sich der Freistaat in einer gesellschaftlichen Situation mit intensiven Debatten zur Generationengerechtigkeit, sozialen Gerechtigkeit, Demokratieskepsis und eingebettet in die globalen Auswirkungen des Klimawandels und des Angriffskrieges auf die Ukraine. Der aktuelle Koalitionsvertrag benennt das Vorhaben einer Ergänzung. Daraus ergibt sich die Frage, wie sich die sächsische Verfassung und die aktuellen Herausforderungen „verzahnen“ lassen.  

PROGRAMM und Anmeldung

Veranstaltungshinweis: 

  • 1. Juni (19:00 Uhr) - Von Umweltschutz bis Religionsfreiheit - 30 Jahre Sächsische Verfassung; Kreuzgang, Am Dom, Freiberg. Eine Veranstaltung der vhs-Mittelsachsen
Eingang in das Haus der Kirche mit Gedenktafel (l.)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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