Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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30. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“


28 Feb. 2025

Gottesdienst zur Eröffnung von am 2. März in Leipzig-Lützschena

DRESDEN | LEIPZIG – In der sächsischen Landeskirche startet die 30. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“. Die 2025 gesammelten Spenden und Kirchgemeindekollekten kommen der Rumänienhilfe Leipzig zugute, die in der Region Buda (Kreis Suceava) im Nordosten des Landes aktiv ist. Der Verein will in der von Armut und Arbeitslosigkeit geprägten Region ein Ausbildungsprojekt für Jugendliche mit zunächst je einem Platz in drei Berufen starten. Das Projekt soll mit Unterstützung von „Hoffnung für Osteuropa“ angeschoben werden.

Eröffnet wird die 30. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ am 2. März, um 10:30 Uhr im Sonntagsgottesdienst in der Schloßkirche Lützschena in Leipzig. Erwartet werden Gäste aus Rumänien. Zudem wird die Rumänienhilfe Leipzig ihr Projekt vorstellen.

Die Rumänienhilfe hat ihre Wurzeln in der Leipziger Sophienkirchgemeinde und ist seit einigen Jahren ein eigenständiger Verein. Die Aktivitäten im rumänischen Projektgebiet mit rund zehn Dörfern sind sehr vielfältig. Unter anderem werden Sachspenden verteilt und die Versorgung von Familien mit Brot- und Maispatenschaften gesichert. Zudem wurden zahlreiche Brunnen gebohrt.

Vor Ort arbeitet die Rumänienhilfe mit dem Partnerverein „Noua Hilfe“ (Neue Hilfe) zusammen, der Hilfseinsätze von der Sozialstation in Buda aus koordiniert. Nun sollen jungen Menschen mit der Ausbildung in drei Berufen neue Chancen erhalten. Der Vorsitzende der Rumänienhilfe Leipzig, Jens Funke, sagt: „Mit unserem Ausbildungsprojekt wollen wir der Jugendarbeitslosigkeit in den Dörfern entgegenwirken. Wir zielen auf junge Menschen mit wenig Perspektiven ab, die aber die nötigen Ambitionen für eine Ausbildung mitbringen. Zudem hoffen wir, dass sich noch weitere Betriebe für eine Kooperation finden“, betont Jens Funke. Jeweils einen Ausbildungsplatz wird es zum Start in einer Bäckerei, bei einem Viehwirt und bei einem Imker geben. Es wurden eigens Pläne entwickelt, an denen sich die Ausbildung orientiert.

Hintergrund

„Hoffnung für Osteuropa“ ist eine gemeinsame Sammelaktion von Landeskirche und Diakonie. Die einstmals bundesweite Spendensammlung wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren wird sie dezentral in einem großen Teil der evangelischen Landeskirchen weitergeführt. Mit den sächsischen HfO-Aktionen wurden in den vergangenen Jahren Spenden für Projekte unter anderem in Weißrusland, Russland, Litauen und Rumänien gesammelt.

Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“, KD Bank – Bank für Kirche und Diakonie, IBAN:  DE20 3506 0190 0100 1004 44, BIC: GENODED1DKD

Weitere Informationen:

Rumänienhilfe Leipzig e.V.

Diakonie Sachsen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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