Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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2,5 Millionen Euro Hilfe für Diasporakirchen


31 Dez. 2018

Syrienhilfe ermöglicht Wiederaufbau von Kirchen und Versöhnung

LEIPZIG - Der Projektkatalog 2018 des Gustav-Adolf-Werks (GAW), Diasporawerk der EKD, ist erfüllt. Das heißt: Alle 125 Projekte können im geplanten Rahmen von 1,6 Millionen Euro gefördert werden.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass in diesem Jahr bisher insgesamt 2,5 Millionen Euro Diasporagaben an Partnerkirchen zur Verfügung gestellt werden konnten. Dazu zählt auch die Hilfe für bedrängte und verfolgte Christen in Syrien. So konnten zwei evangelische Gemeinden in Syrien mit Unterstützung des GAW ihre im Krieg zerstörten Kirchen renovieren und wieder aufbauen und für Gottesdienste öffnen. Das waren am 10. August 2018 die reformierte arabischsprachige Gemeinde in Nabik (an-Nabk) und am 2. Dezember 2018 die armenisch-evangelische Emmanuelgemeinde in Aleppo.

Die gute und verlässliche Zusammenarbeit mit den evangelischen Christen in Syrien in vergangenen sechs Jahren und die Not dort hat die Vertreterversammlung des GAW im September 2018 zu dem Entschluss bewogen, die Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon sowie die Union Armenisch-Evangelischer Gemeinden in Syrien offiziell als Partnerkirchen aufzunehmen.

Im Oktober und November besuchte Pfarrer Mofid Karajili von der Evangelischen Kirche in Syrien auf Einladung des GAW Gemeinden und Synoden in verschiedenen Landeskirchen in Deutschland. Er berichtete u.a. von der kirchlichen Versöhnungsarbeit „Space for Hope“, die in der vom Krieg zerstörten Stadt Homs Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Religionszugehörigkeit zusammenführt und beim gemeinsamen Sport und Spielen Freundschaften stiftet. Diese Arbeit soll 2019 auch in Aleppo starten.

Aktuell sammelt das GAW im Rahmen einer Winteraktion Spenden für die Winterhilfe der armenisch-evangelischen Bethelgemeinde in Aleppo. Diese Spenden kommen Familien zugute, die dadurch die Heizung bezahlen, Decken und Winterkleidung erhalten können, oder Kindern, die in der Schule Milch trinken können.

www.gustav-adolf-werk.de  

Winterhilfe für Kinder und Familien in Syrien
Projekt des Monats Januar 2019: Kinder erhalten in der Bethelgemeinde in Aleppo warme Winterkleidung

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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