Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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25 Jahre Flughafenseelsorge in Dresden


11 März 2026

DRESDEN – Die Flughafenseelsorge lädt anlässlich ihres 25. Jubiläums für Mittwoch, den 25. März 2026, zu einer Ökumenischen Dankandacht ein, die 15:00 Uhr beginnt. Die Andacht hält der katholische Pfarrer Ludger M. Kauder (Pfarrei St.Martin). Im Anschluss ist ein kleiner Empfang geplant.

Für die Umsetzung eines seelsorgerlichen Angebotes trat die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Klotzsche bereits 1991 mit der Flughafenleitung in Kontakt. Die Einrichtung einer Flughafenseelsorge konnte zu diesem Zeitpunkt mangels Platzes nicht eingerichtet werden. Mit dem Umbau der Flughafenhalle wurde auch eine Flughafenkapelle möglich, die am 25. März 2001 eröffnet wurde. An diesem Tag fand der erste Ökumenische Gottesdienst anlässlich Christi Himmelfahrt vor Ort statt.

Ein ökumenisches Seelsorgeteam und ein katholischer Pfarrer kümmern sich um die Kapelle und ihre Besucherinnen und Besucher. Die Kapelle dient Reisenden als Ort der Ruhe. Es besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch, zur Beichte und zum Erhalt des Reisesegens. Darüber hinaus gibt es feste Zeiten für Gottesdienste und Andachten.

Zur Geschichte der Flughafenseelsorge in Dresden

Hintergrund

Edwin (Happy) Hoog war 1944 der Erste, welcher in Atlanta (USA) die Arbeit als Flughafenseelsorger aufnahm.

Die Airport- oder Flughafenseelsorge, auch Airportchaplaincy genannt, ist ein spezielles Angebot für Reisende und Mitarbeitende auf Flughäfen weltweit. Die Andachtsräume in den Flughäfen sind Ruhepole im ständigen Kommen und Gehen. Dort können Menschen allein oder in Gemeinschaft ein Gebet sprechen, meditieren, Kraft tanken oder zu sich finden. An vielen Flughäfen engagieren sich die Religionen ökumenisch.

Flughafenseelsorge umfasst die gesamte Bandbreite des menschlichen Lebens: Zuhören, das Auffangen von Ängsten, die Bandbreite seelischer Belastungen vor oder nach Reisen, Aushalten, die Überbringung einer schweren Nachricht, Vermitteln, Segnen etc.

Flughafenkapelle (Foto: Flughafenseelsorge Dresden)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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