Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
Bereich
Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
Bereich
22. Silbermann-Tage: „Fantasien von allerley Gestalt“
05 Sept. 2017
FREIBERG - Die Fantasie und eine kreative Verbindung der Künste stehen im Mittelpunkt der 22. Silbermann-Tage vom 6. bis 17. September 2017. Unter dem Motto „Fantasien von allerley Gestalt“ bietet das traditionsreiche Musikfestival rund um den Orgelbaumeister Gottfried Silbermann (1683–1753) insgesamt 27 Veranstaltungen an 13 Orten in der Region zwischen Freiberg, Dresden und dem Erzgebirge. In Konzerten mit hochkarätigen Musikern und beim Internationalen Wettbewerb werden die weltberühmten Silbermann-Orgeln und die Musik fantasievoll in völlig neue spannende Zusammenhänge gestellt.
„Die Silbermann-Tage 2017 tauchen ein in die Vielfalt Jahrhunderte alter Musik und die Farbigkeit und Fantasie ihrer Darstellung“, so Albrecht Koch, Künstlerischer Leiter des Festivals. „Gottfried Silbermann, der nicht nur ein hervorragender Handwerker war, sondern in seinem Schaffen auch größte Fantasie und Kreativität zeigte, steht mit seinen Orgeln im Zentrum. Darum herum wird es spannend und bunt, dargeboten von europäischen Spitzenkünstlern.“
Mit Concerto Copenhagen eröffnet das renommierteste Barockorchester Skandinaviens das Festival. Als weitere international anerkannte Künstler sind unter anderem der RIAS-Kammerchor, das von ehemaligen Thomanern gegründete Calmus-Ensemble, der Dresdner Kreuzchor oder Thomas Quasthoff zu Gast. Ungewöhnliche Konzertformate nehmen – getreu dem fantasievollen Motto – im Festivaljahrgang 2017 ein besonderen Rang ein. In Kuhnaus Geburtsort Geising trifft Pantomime auf barocke Orgelmusik, in Schneeberg präsentiert die belgische Compagnie Carré Curieux in der Wolfgangskirche Zirkusartistik zu Orgelmusik. Andreas Scotty Böttcher fährt mitsamt einem Portativ – einer tragbaren historischen Kleinorgel – in das Silberbergwerk in Freiberg ein, um Jazz in die Tiefen des Berges zu bringen.
Schirmherr der 22. Silbermann-Tage ist Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich: „Wie kein Zweiter hat der berühmte Orgelbauer Gottfried Silbermann die sächsische Orgellandschaft geprägt. Mein Dank gilt der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, die dieses reiche kunsthandwerkliche und musikalische Erbe so engagiert pflegt und mit den Silbermann-Tagen eines der herausragenden sächsischen Musikfestivals geschaffen hat, das weit über Sachsen hinaus hörbar ist und regelmäßig auch die besten Nachwuchsorganisten aus aller Welt zu uns führt.“
Internationaler Orgelwettbewerb mit Teilnehmern von vier Kontinenten
Beim Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb treten zum 13. Mal die besten Nachwuchsorganisten aus aller Welt an. Die 28 zugelassenen Teilnehmer kommen aus 14 Ländern von vier Kontinenten. Auch sie mussten sich in diesem Jahr besondere Gedanken machen: Erstmals müssen sie für die Finalrunde ein eigenes Programm zusammenstellen, welches dem Motto sowie den thematischen Vorgaben des Abschlusskonzertes untergeordnet sein soll – für die jungen Musiker eine Herausforderung. Die international besetzte Jury besteht aus renommierten Organisten aus fünf Ländern, unter ihnen der Südafrikaner Jeremy Joseph, der selbst 1999 den Silbermann-Orgelwettbewerb gewann. Alle Jurymitglieder sind auch selbst als Künstler bei Festival zu erleben. 2017 wird der Wettbewerb an den Gottfried-Silbermann-Orgeln in Niederschöna, in der Petrikirche Freiberg und im Dom St. Marien zu Freiberg (Kleine und Große Silbermann-Orgel) ausgetragen. Alle Wettbewerbsrunden sind öffentlich, Publikum ist herzlich willkommen.
Silbermann-Tage PROGRAMM
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.