Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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22. Leipziger Religionslehretag


16 Nov. 2024

Thema: Umgang mit Leid im Religionsunterricht

LEIPZIG – Auf Einladung des Leipziger Instituts für Religionspädagogik treffen sich am 22. November Pädagoginnen und Pädagogen, Theologiestudierende und Referendarinnen und Referendare zum diesjährigen 22. Religionslehretag in der Aula Universitätskirche St. Pauli in Leipzig.

Die Tagung beginnt um 9:45 Uhr im Paulinum am Augustusplatz traditionell mit einer Andacht. Um 10:30 Uhr beginnt der Vortrag von Dr. Anja Marschall, Uni Leipzig (Altes Testament), zu „Hiob & die Klagepsalmen im Alten Testament“ mit anschließender Diskussion.

Zudem gibt es im Paulinum Infostände und vielfältige Möglichkeiten, um das Thema „Umgang mit Leid im Religionsunterricht“ im Gespräch zu vertiefen. Nach der Mittagspause beginnen in dieser Fortbildungsveranstaltung verschiedene Workshops und Seminare.

Das diesjährige Thema des Religionslehretages könne mit Recht zu den 'Klassikern' der Religionspädagogik gezählt werden, so die Veranstalter im Vorfeld.  Es sei seit langem fester Bestandteil der Lehrpläne, fordere aber in einer zunehmend multireligiöser und säkularer werdenden Gesellschaft immer wieder heraus, heißt es.

Die Frage nach der Theodizee, also wie das Bestehen von Leid und Tod mit der Existenz eines gütigen und allmächtigen Gottes vereinbar ist, gehört zu den grundlegendsten theologischen Herausforderungen. Diese Frage bewegt bereits die biblischen Autoren und beschäftigt die akademische Theologie seit Jahrhunderten, bis heute.

Aber auch junge Menschen treibt sie in existenzieller Weise um. Schülerinnen und Schüler sind oftmals bereits in jungen Jahren mit den unvermeidlichen Realitäten von Leid und Tod konfrontiert, sei es durch persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Ereignisse oder globale Krisen.

Umso wichtiger ist es, vielfältige und differenzierte Lernangebote bereitzuhalten, um eine reife und verantwortungsbewusste Auseinandersetzung mit diesem fundamentalen Fragen im Unterricht anzubahnen. Am diesjährigen Religionslehretag soll das Thema in verschiedensten Perspektiven beleuchtet werden, sodass neue und interessante Einblicke in das komplexe und vielseitige Thema möglich werden.

Hintergrund:

Im Jahre 2002 wurde zum ersten Mal vom Institut für Religionspädagogik in Zusammenarbeit mit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens ein Leipziger Religionslehrertag organisiert. Seitdem bietet dieser Tag Religionslehrkräften einmal im Jahr die Möglichkeit, sich mit anderen über aktuelle religionspädagogische Fragen oder Themenfelder auszutauschen. Es geht vor allem darum, neue Anreize für die Arbeit in Schule und Gemeinde zu schaffen und religiöse Bildung spannend zu machen. Überdies bietet der Tag die Möglichkeit des Austauschs und der Vernetzung von Religionslehrkräften in Sachsen.

https://www.religionslehrertag.de/

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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