Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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19. EKD-Konsultation ‚Kirche und Großstadt‘


14 Sept. 2017

Viertägige Stadtkirchen-Konferenz kommt in Leipzig zusammen

LEIPZIG – Vom 17. bis 20. September treffen sich Superintendenten und Superintendentinnen, Stadtdekane und Stadtdekaninnen, Pröpste und Pröpstinnen aus den Großstädten Deutschlands und Österreichs in Leipzig zu einem gemeinsamen Austausch. Die 19. Konsultation ‚Kirche und Großstadt‘ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht unter der Leitfrage „Volkskirche oder was?“. In Vorträgen und Projektbesuchen soll sich die Konsultation der Diskussion stellen, wie Kirche theologisch, missionarisch und sozial-diakonisch in die Stadt hineinwirkt. Dabei steht den Teilnehmenden insbesondere die säkulare Situation Leipzigs vor Augen, in der Christen in der Minderheit sind. Trotzdem gibt es gerade hier Erfahrungen, wie sich Kirche mitten in der Stadt behauptet. Leipzig war zudem immer wieder Gastgeberin für große Christentreffen.

Die Konsultationen finden an verschiedenen Orten der Stadt, beispielsweise in der katholischen Propsteikirche oder Alte Baumwollspinnerei, statt. Nach einem Eröffnungsgottesdienst um 18:00 Uhr in der Thomaskirche gibt es am Sonntagabend des viertägigen Treffens einen Empfang der sächsischen Landeskirche im Thomashaus (Thomaskirchhof 18) mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. Aus Österreich hat Superintendent Hansjörg Lein aus Wien sein Kommen zugesagt. Neben Begrüßungsworten des Landesbischofs und des Leipziger Superintendenten Martin Henker sprechen Oberkirchenrat Thies Gundlach (EKD) und Dekan Jürgen Renner, Sprecher der EKD-Konsultation (Stadtkirchenkreis Kassel). Auch Vertreter des Leipziger Stadtökumenekreises sind eingeladen.

Von sächsischer Seite nehmen an den Konsultationen im In- und Ausland die Superintendenten Martin Henker (Leipzig), Christian Behr (Dresden Mitte) und Albrecht Nollau (Dresden Nord) teil. Die Konsultationen finden alle zwei Jahre statt, um Erfahrungen über die Arbeit und die aktuellen Herausforderungen von Präsenz der Kirche in der Großstadt auszutauschen. Im Herbst 2015 traf man sich in Zürich. Neben dieser Arbeitsebene gibt es zum Themenbezug noch die ‚City-Kirchen-Konferenz‘, an der Stadtpfarrerinnen und Stadtpfarrer der Innenstadtkirchen und Stadtpfarrämter teilnehmen, um sich mit der Theorie und der Praxis der Citykirchenarbeit auseinander zu setzen.

Bild: Angestrahltes Altes Rathaus beim Kirchentag auf dem Weg in Leipzig
Lichtshow auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus zum Kirchentag auf dem Weg in Leipzig 2017

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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