Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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175 Jahre gelebte Frauensolidarität


14 Apr. 2026

Älteste evangelische Frauenorganisation Deutschlands feiert Jubiläum in Leipzig

LEIPZIG - Unter dem Motto »Vielfältig und vernetzt« blickt die Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk (GAW) im Jahr 2026 auf 175 Jahre ihres Bestehens zurück. Vom 24. bis 26. April 2026 lädt sie zu einem festlichen Jubiläumswochenende nach Leipzig ein.

Was 1851 mit der Gründung des ersten »Frauenvereins zum Besten der Gustav-Adolf-Stiftung« in Berlin begann, entwickelte sich rasch zu einer bundesweiten Bewegung. Trotz der damals üblichen männlichen Aufsicht schufen sich die Frauen eigene Freiräume für Selbstorganisation und Diakonie. 1914 erreichte die Bewegung mit 723 Vereinen ihren quantitativen Höhepunkt. Seit 1929 besteht der zentrale Arbeitskreis der Gustav-Adolf-Frauenvereine und koordiniert von Leipzig aus die weltweite Unterstützung für Jahresprojekte.

Vom Waisenhaus zum Empowerment »175 Jahre Frauenarbeit bedeuten 175 Jahre gelebte Solidarität«, erklärt Inge Rühl, die Vorsitzende der heutigen Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im GAW. War die Arbeit im 19. Jahrhundert noch stark von der Unterstützung für Waisenhäuser und Konfirmandenanstalten geprägt, steht heute das Empowerment von Frauen im Fokus. Ein aktuelles Beispiel ist das Jahresprojekt 2026 in Brasilien: Hier werden Fraueninitiativen in Favelas und eine Müllsammlerinnen-Kooperative gefördert, die ihre Arbeit mit Unternehmertum und Aufklärung über Frauenrechte verbinden.

So ist auch die Jubiläumsfeier kein bloßer Rückblick, sondern ein Signal für die Zukunft: In Zeiten erstarkender patriarchaler Strukturen weltweit setzt die GAW-Frauenarbeit weiterhin auf Vernetzung und mutiges Handeln für Gleichberechtigung.

Jubiläumsprogramm in Leipzig

Das Festwochenende (24. bis 26. April 2026) bietet einen Mix aus internationalem Austausch und festlichen Gottesdiensten.

  • Freitag, 24. April: Eröffnung mit einer Motette in der Thomaskirche (18:00 Uhr) und anschließendem Empfang.
  • Samstag, 25. April (Frauentag in der Peterskirche): Den Festvortrag zum Thema »Frauenrechte weltweit – Fortschritte oder Rückschritte?« hält Prof. Johanna Haberer. In thematischen Salons berichten Gäste aus Partnerkirchen – etwa aus Polen, Rumänien und Lettland – über den Kampf für die Frauenordination und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Der Tag schließt mit einem feierlichen Frauenmahl. (Hinweis: Aufgrund der großen Resonanz ist der Frauentag bereits ausgebucht.)
  • Sonntag, 26. April (Nikolaikirche): Im Festgottesdienst um 10:00 Uhr hält Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), die Predigt.

Weitere Informationen auf der Webseite des Gustav-Adolf-Werkes.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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