Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
26 Jan. 2021
„#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“
LEIPZIG - Die ökumenische Kampagne „#beziehungsweise…“ ist ein Beitrag zum diesjährigen Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Sie möchte Anstoß geben, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen. Dazu wird zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen. Unter www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de sind ausführliche Informationen zu finden.
Die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft Leipzig lädt jeweils am dritten Mittwoch im Monat zu Veranstaltungen im Rahmen des Festjahres ein. So hieß es in der ersten Veranstaltung am 20. Januar um 18:00 Uhr „Eine Heilige Schrift – zwei Religionen“.
Die Thora ist Quelle des Glaubens von Jüdinnen und Juden, wie von Christinnen und Christen als Teil der Bibel. Die einen lesen sie am Sabbat in der Synagoge, die anderen am Sonntag in der Kirche – beiden ist sie Heilige Schrift. Doch wie verstehen wir sie? Welche Traditionen der Auslegung gibt es und was macht diese aus?
Der 27. Januar ist der Internationale Gedenktag der Schoa, in Deutschland der Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus. Das Friedensgebet am 25. Januar in der Leipziger Nikolaikirche war diesem Gedenken gewidmet. Es wurde von der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft gestaltet.
Eine weitere Vortragsveranstaltung der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft findet am Donnerstag, 28. Januar, um 19:00 Uhr, per Zoom statt. Referent Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens, Darmstadt, spricht zum Thema „Neuzeitliche rabbinische Perspektiven auf das Christentum“. Immer wieder gab es innerhalb des Judentums die Diskussion um den Status des Christentums.
Ist es eine anerkannte Religion oder vielleicht aufgrund der Trinität kein Monotheismus? Spätestens seit der Aufklärung haben sich herausragende Rabbinische Gelehrte wie zum Beispiel Jacob Emden (1697–1776) bemüht, Christen in ihrem Glauben zu verstehen. Doch ist dies auf christlicher Seite bisher kaum wahrgenommen worden. Rabbiner Jehoschua Ahrens geht den frühen jüdischen Angeboten eines theologischen Gespräches nach.
Link zum ZOOM-MEETING: https://zoom.us/j/98747970059?pwd=Q200NVF6ZVhPYzdpYjd4NVhEN2xxUT09
Holocaust-Gedenken - Frauenmahl zum Jahresthema - Akademie-Lesung in Meißen
DRESDEN - In Dresden findet die traditionelle Namenslesung der Dresdner Opfer des Holocaust an der Gedenktafel der Kreuzkirche nicht am 27. Januar statt, sondern sie wurde auf den 8. April (12:00 Uhr) verschoben.
Das Frauenmahl der Frauenarbeit der sächsischen Landeskirche am 7. März zwischen 18:00 und 19:00 Uhr nimmt ebenfalls das Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" zum Anlass, sowohl das Verhältnis zwischen Christentum und Judentum als auch die Vielfalt gegenwärtigen jüdischen Lebens in den Blick zunehmen. Das Frauenmahl wird als digitale Veranstaltung stattfinden! Anmeldung bis zum 28.02.21 an die Frauenarbeit.
Veranstaltungstipp: Vom 28. bis 30. Mai veranstaltet die Evangelische Akademie Sachsen in Meißen (Klosterhof St. Afra) Lesungen im Rahmen einer Tagung unter dem Titel „Josef der Träumer - Juden und Christen lesen die Bibel“.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.